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Schlacht von Bosworth: Zwei Schädelverletzungen wurden König Richard III. zum Verhängnis

Forensische Untersuchungen des mehr als 500 Jahre alten Skeletts von König Richard III. offenbaren die mögliche Todesursache.
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König Richard III. starb als letzter englischer Monarch auf dem Schlachtfeld – in der Schlacht von Bosworth, in der sein Heer auf das des späteren englischen Herrschers Heinrich VII. traf. Forscher von der University of Leicester fanden nun anhand moderner forensischer Analysen seiner Knochenüberreste heraus, welche Umstände damals genau zum Tod von Richard III. geführt hatten: Offenbar war er gleich elfmal im Kampf verwundet worden, neunmal am Kopf und zweimal an Rumpf und Gliedmaßen.

Zum Verhängnis wurden dem englischen Herrscher vermutlich vor allem zwei der Kopfwunden, sagen die Forscher. Diese seien so schwer gewesen, dass sie in kürzester Zeit zum Tod geführt hätten. Das Team um Studienautorin Sarah Hainsworth schließt aus der hohen Zahl der Schädelverletzungen, dass Richard III. keinen Helm getragen haben muss – oder ihn zuvor bereits verloren hatte. Da Arme und Hände aber beispielsweise weitestgehend unverletzt bleiben, muss der König am übrigen Köper gut gerüstet gewesen sein. Die Wissenschaftler vermuten, dass ihn mehrere Angreifer mit spätmittelalterlichen Waffen wie Schwertern oder Hellebarden niederstreckten.

Das mehr als 500 Jahre alte Skelett des britischen Monarchen entdeckten Archäologen bereits vor einiger Zeit – unter einem Parkplatz in Leicester. Um sagen zu können, welche Verletzungen Richard III. letztlich umbrachten, unterzogen die Forscher die Knochen Ganzkörper- und Mikro-CT-Scans.

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