Direkt zum Inhalt

Erdalkalimetalle: Barium

Symbol: Ba
Kategorie: Erdalkalimetalle
Ordnungszahl: 56
Relative Atommasse: 137,327
Schmelzpunkt: 998 K
Siedepunkt: 1913 K
Dichte: 3,65 g cm-3
Elektronegativität: 1,0
Ionisierungsenergie: 5,212 eV
Konfiguration: [Xe] 6s²
Oxidationszahlen: 2
Atomradius: 217,3 pm
Ionenradius: 143 pm (+2)

Das silberglänzende Erdalkalimetall Barium ist chemisch sehr reaktiv und bildet eine dunkelgraue Oxidschicht an der Luft. Man lagert es deswegen meist unter Öl. Das Element entsteht überwiegend durch Neutroneneinfang in roten Riesensternen, zu einem kleinen Anteil auch bei der Verschmelzung von Neutronensternen. In der Erdkruste ist Barium unter den 20 häufigsten Elementen, vergleichbar verbreitet wie Kohlenstoff; es bildet in Form des Minerals Schwerspat fast überall auf der Welt Lagerstätten. Chemisch ähnelt es Kalzium, Magnesium und Strontium, den leichteren Erdalkalimetallen, anders als diese ist es aber in Form seiner löslichen Salze giftig.

In Vakuumröhren alter Fernsehgeräte ist Barium als Metall oder Legierung enthalten, um Spuren von Luft zu entfernen. Das Element wird in kleinen Mengen verschiedenen Legierungen zugegeben, um Sauerstoff aus der Schmelze zu entfernen. In der Medizin nutzt man Bariumsulfat wegen seiner hohen Dichte als Kontrastmittel für Röntgenaufnahmen – das Salz ist komplett unlöslich, deswegen spielt die Giftigkeit des Bariums hier keine Rolle – , aus dem gleichen Grund nutzt man es in Bohrflüssigkeiten für die Öl- und Gasindustrie, um die Bohrung zu stabilisieren und Gesteinsschutt abzuführen. Außerdem ist es eine Weißpigment in der Malerei, wegen seiner grünen Flammenfärbung spielt es eine Rolle bei Feuerwerken und anderen Leuchtmitteln und die Keramik Yttriumbariumkupferoxid (YBCO) war der erste Hochtemperatursupraleiter mit einer Sprungtemperatur oberhalb des Siedepunktes von Stickstoff.

© Spektrum.de

Partnervideos