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Geschichten aus der Mathematik: Ada Lovelace und das erste Computerprogramm

Ada Lovelace war eine Visionärin: Sie dachte bereits über Flugzeuge nach, lange bevor die erste Maschine abhob. Und sie schrieb das erste Computerprogramm zu einer Zeit, in der es nicht einmal elektrisches Licht gab.
Eine Person betrachtet ein Gemälde in einem Museum. Das Gemälde zeigt eine Frau in einem eleganten, historischen Kleid mit voluminösen Ärmeln und einem roten Band um die Taille. Der Hintergrund des Gemäldes deutet auf eine Treppe hin. Der Rahmen des Gemäldes ist goldfarben. Die Szene vermittelt eine ruhige, nachdenkliche Atmosphäre.

Anfang des 19. Jahrhunderts: Wir reisen in eine Zeit vor der Erfindung der Glühbirne. Es gibt kein Telefon, die Dampflokomotive nimmt gerade erst Fahrt auf – Wortwitz beabsichtigt.

Zu dieser Zeit kommt in London Augusta Ada Byron zur Welt. Sie ist die Tochter des berühmten Dichters Lord Byron, eines Dandys und Träumers, und der eher strengen, rational denkenden Aristokratin Anne Isabella Noel. Wie sich später zeigen sollte, vereinte Ada Lovelace die Fantasie ihres Vaters und die Wissbegier ihrer Mutter in ihrer Arbeit.

Schon als junges Mädchen wird ihr eine intensive Bildung zuteil, rasch zeigt sie ein besonderes Talent für die Mathematik. Begrenzen will sich die junge Frau aber nicht darauf, sie will mehr. Sie liest viel über Biologie, über Physik, Mathematik und Technik.

Fliegende Dampfmaschinen und Computer

Mit gerade einmal 17 Jahren lernt Ada Lovelace den damals schon etablierten Mathematiker und Wissenschaftler Charles Babbage kennen. Obwohl er mehr als doppelt so alt ist, verstehen sich die zwei auf Anhieb. Beide haben gemeinsam, dass sie sich nicht von altbekannten Grenzen in ihren Gedanken einschränken lassen wollen – die Visionärin trifft auf einen Visionär.

Charles Babbage arbeitet zu der Zeit an der sogenannten Difference Engine, einer rein mechanischen Rechenmaschine. Mit der Zeit entwickelt Babbage das Konzept weiter, schließlich hat er die Idee zur Analytical Engine. Diese Maschine sollte weit mehr mathematische Formeln lösen können als die Difference Engine, die lediglich für eine Art Rechnung eingesetzt werden konnte.

Heute ist Ada Lovelace eine der bekanntesten Mathematikerinnen: Sie gilt als die erste Programmiererin. Und das, obwohl es zu ihrer Lebzeit noch gar keine Computer gab. Wie das zusammenpasst und warum Ada Lovelace ihrer Zeit voraus war, bespricht detektor.fm-Redakteurin Rabea Schloz mit der Spektrum-Redakteurin Manon Bischoff und mit Demian Nahuel Goos in einer neuen Folge von »Geschichten aus der Mathematik«.

»Geschichten aus der Mathematik« ist ein detektor.fm-Podcast in Kooperation mit Spektrum der Wissenschaft. Die Idee für diesen Podcast ist durch Demian Nahuel Goos am MIP.labor entstanden, der Ideenwerkstatt für Wissenschaftsjournalismus zu Mathematik, Informatik und Physik an der Freien Universität Berlin, ermöglicht durch die Klaus Tschira Stiftung.

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