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ÄrzteTag: Wo drückt Ärzten bei der Digitalisierung am meisten der Schuh?

Die elektronische Patientenakte und Praxisverwaltungssysteme machen den Praxisalltag für Ärztinnen und Ärzte nicht immer einfacher. In dieser Podcast-Folge vom ÄrzteTag geht es um die Vor- und Nachteile der Digitalisierung in der Arztpraxis.
Eine Person in blauer medizinischer Kleidung, mit einem Stethoskop um den Hals, benutzt ein Tablet. Der Hintergrund ist unscharf und hell. Die Szene vermittelt den Einsatz von Technologie im Gesundheitswesen.

Unter Hausärzten ist Moritz Eckert aus Herzberg im Harz digitaler Vorreiter. Im »ÄrzteTag«-Podcast erläutert er, was Kollegen tun können, um möglichst wenig Ärger mit ePA und Praxisverwaltungssystemen zu haben.

»Vorteile, die Freude machen«: Wenn Digitalisierung sich positiv auf den Praxisalltag auswirkt, dann steigen Hausärztinnen und Hausärzte gerne bei neuen Anwendungen ein und sind keineswegs die Bremser der Digitalisierung. Das postuliert Moritz Eckert, Hausarzt in Herzberg am Harz, im »ÄrzteTag«-Podcast.

Solche Vorteile gebe es durchaus, so Eckert. Zum Beispiel habe das E-Rezept dafür gesorgt, dass die »Horden an Rezeptabholern, die sonst mittags die Flure füllten«, nicht mehr in den Praxen auftauchen müssten. Denn nun lasse sich jedes Rezept über die elektronische Gesundheitskarte vom Server abrufen, ein Praxisbesuch, zum Beispiel für Folgerezepte, erübrigt sich.

Nicht immer, so Eckert, bringen neue IT-Anwendungen echte Vorteile für die Praxen, zum Beispiel, wenn ein Prozess einfach nur von analog auf digital umgestellt werde, was häufig eher frustrierend für Praxen ende. Eckert hatte das E-Rezept bereits sehr früh implementiert und arbeitete so auch mit seinem Softwarehaus daran, die Abläufe möglichst reibungslos für die Praxis zu gestalten – so wie auch bei der elektronischen Patientenakte (ePA).

Es gebe genug »Nervfaktoren« bei der Digitalisierung: Die Instabilität der Telematikinfrastruktur bringe zum Beispiel immer wieder Sand ins Getriebe der Praxen und mache häufig teure Techniker-Einsätze erforderlich, obwohl es gar nicht am Praxisverwaltungssystem liegt.

Eckert ist einer der beiden wissenschaftlichen Leiter des HIT-Kongresses in Köln, bei dem sich am 13./14.03.2026 Hausärzte zum Thema Digitalisierung treffen. Ein Thema dort ist auch der Vergleich der PVS-Systeme, die sich allesamt dort präsentieren.

Die jüngste Umfrage des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung hat bestätigt, dass nach wie vor die Unzufriedenheit der Ärztinnen und Ärzte mit den Systemen groß ist. Im Podcast erläutert Eckert, worauf beim angepeilten Wechsel besonders zu achten ist, er beschreibt, wie gut die Datenübernahme von einem aufs andere System klappt und warum er eine Konsolidierung bei der PVS-Anbietern erwartet.

Nicht zuletzt gibt er auch eine Einschätzung dazu ab, welche Anwendungen Künstlicher Intelligenz (KI) bereits in Hausarztpraxen sinnvoll eingesetzt werden können und wie er gerade versucht, eine Praxis-App für Patienten an sein System anzubinden.

Mitwirkende: Moritz Eckert, Hauke Gerlof

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