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detektor.fm: Forensic Architecture

Die Rechercheagentur »Forensic Architecture« nutzt Methoden aus der Architektur, um Menschenrechtsverletzungen aufzuklären. Forensik zwischen documenta und Gerichtssaal – kann das funktionieren?
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Die Rechercheagentur »Forensic Architecture« nutzt Methoden aus der Architektur, um Menschenrechtsverletzungen aufzuklären. Ihre Arbeiten werden online und in Museen ausgestellt. Sie dienen aber immer häufiger auch als juristische Beweise. Forensik zwischen documenta und Gerichtssaal – kann das funktionieren?

Forensik – das ist Aufgabe der Polizei und damit des Staates. Aber was, wenn der Staat selbst in die Verbrechen verwickelt ist? Dann braucht es eine alternative Form der Forensik – eine, die nicht in den Händen des Staates liegt, findet der israelische Architekt und Aktivist Eyal Weizman. Deshalb hat er 2010 »Forensic Architecture« gegründet: Ein Kollektiv, das zu staatlicher Gewalt und Menschenrechtsverletzungen ermittelt und dafür Methoden aus der Architektur nutzt. Denn: Gewalt hinterlässt Spuren im bebauten Raum – und die lassen sich besonders gut von Architekten und Architektinnen untersuchen. Unterstützt werden sie dabei von Wissenschaftlerinnen, Kunstschaffenden, Journalistinnen und Software-Entwicklern. Um zu rekonstruieren, was in einem bestimmten Raum passiert ist, fertigen sie zum Beispiel 3D-Modelle von Tatorten an oder untersuchen Satellitenaufnahmen.

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