Geschichten aus der Mathematik: Die Geschichte des Abelpreises

Niels Henrik Abel gilt als der größte Mathematiker Norwegens. Als er mit nur 26 Jahren an Lungentuberkulose stirbt, hat er die Mathematik des 19. Jahrhunderts bereits maßgeblich geprägt und vorangebracht.
Es ist also kein Zufall, dass einer der wichtigsten Mathematikpreise nach ihm benannt ist: der norwegische Abelpreis. Jedes Jahr wird der Preis in Oslo verliehen, 2026 hat der Bonner Forscher Gerd Faltings die Auszeichnung erhalten. Demian Nahuel Goos war bei der Verleihung dabei und schildert seine Eindrücke.
Der Abelpreis hat direkt eine doppelte Bedeutung: Er soll herausragende Arbeit von Mathematikerinnen und Mathematikern würdigen. Aber, und das ist vielleicht sogar der wichtigere Aspekt, er soll mathematisches Talent dort würdigen, wo es ist: überall. Man muss nicht an einer Eliteuniversität studiert oder geforscht haben, um große Durchbrüche zu schaffen. Man muss nicht schon in jungen Jahren an Landeswettbewerben teilgenommen haben, um mathematisch denken zu können. Man muss nicht aus einem akademischen Haushalt kommen, um die Mathematik zu revolutionieren.
In dieser Folge von »Geschichten aus der Mathematik« spricht detektor.fm-Moderatorin Rabea Schloz mit Demian Nahuel Goos über die Geschichte des Abelpreises und seine Erfahrungen von der diesjährigen Verleihung. Und natürlich ist auch Manon Bischoff von »Spektrum der Wissenschaft« dabei, um uns Einblicke in die Mathematik von Niels Abel und Gerd Faltings zu geben.
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