Direkt zum Inhalt

Evidenz-Update: Wie geht evidenzbasierte Medizin im Panzer?

In dieser Podcast-Folge zerlegt das Evidenz-Update ausnahmsweise mal keine Studienpublikation oder Metaanalyse. Heute geht es »an die Front«, jedenfalls gedanklich: Wie funktioniert evidenzbasierte Medizin bei der Bundeswehr und welchen Stellenwert haben dort Leitlinien?
Schatten von drei Soldaten, die mit geschulterten Waffen auf einem Panzer stehen.

Achtung!

Heute gibt es eine in mehrfacher Hinsicht reichlich besondere Episode: Wir zerlegen ausnahmsweise mal keine Studienpublikation oder Metaanalyse. Wir nehmen nicht den nächsten gesundheitspolitischen oder gesellschaftlichen Kokolores aufs Korn. Die internistischen und Organ-Fächer lassen wir auch in Ruhe. Heute geht es »an die Front«, jedenfalls gedanklich: Denn wir wollen wissen, wie evidenzbasierte Medizin bei der Bundeswehr funktioniert, welchen Stellenwert Leitlinien noch haben, wenn draußen die Panzer rollen.

Warum? Weil immer mehr Verrückte in der Welt (nicht nur in Moskau und Washington) Krieg »spielen«. Weil das Abfeuern von Raketen, das Ermorden (oder Entführen) von Menschen zur offensichtlich wieder üblichen »Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln« (von Clausewitz) geworden ist. Weil auf der Welt munter Grenzen infragegestellt werden. Deswegen wollen wir die militärische Medizin näher kennenlernen und herausfinden, welchen Prinzipien sie folgt, wie sie mit der zivilen Medizin kompatibel ist und wie viel EbM in ihr steckt.

Also sind wir nach Koblenz gefahren, in die Falckenstein-Kaserne (und zwar am 17. Februar). Dort hat das Kommando Gesundheitsversorgung der Bundeswehr seinen Sitz. Kommandeur des KdoGesVersBw ist ein Allgemeinmediziner: Generalstabsarzt Dr. Johannes Backus. Er ist außerdem Sport- und Rettungsmediziner, Leitender Notarzt und nimmt am KV-Notdienst teil.

Allgemeinmedizin gibt es in der Bundeswehr übrigens gar nicht so selten: Die Truppe braucht nämlich nicht nur im Einsatz einen Sanitätsdienst und betreibt nicht nur fünf eigene Krankenhäuser (wo sie auch am Rettungsdienst teilnimmt). Sie ist auch für die hausärztliche Versorgung ihrer Angehörigen zuständig. Im Militärjargon nennt sich das unentgeltliche truppenärztliche Versorgung (utV) und ist u.a. in der Bundeswehr-Heilfürsorgeverordnung (BwHFV) geregelt.

Aber ins Gespräch. Und es gibt gleich einen Spoiler: In die Tiefen der EbM konnten wir noch nicht einsteigen. In dieser Episode geht es zunächst um eine grundsätzliche Verständigung, ein »Kennenlernen«. Cliffhanger: Wir wollen das Gespräch deswegen fortsetzen und hoffen, in Bälde mit einer zweiten Episode nachlegen zu können.

Rührt Euch! Oder ganz zivil: Alles Gute & bis neulich.

Alle Podcasts im Überblick

Noch mehr hören? Die besten deutschsprachigen Wissens-Podcasts gibt es auf Spektrum.de. Auf dieser Seite finden Sie eine Übersicht.

Schreiben Sie uns!

Wenn Sie Feedback, Lob oder Kritik zu diesem Podcast haben, können Sie die Redaktion per E-Mail kontaktieren. Wir lesen Ihre Zuschrift, bitten jedoch um Verständnis, dass wir nicht jede beantworten können.

Partnerinhalte

Bitte erlauben Sie Javascript, um die volle Funktionalität von Spektrum.de zu erhalten.