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Spektrum-Podcast: Warum Gleichberechtigung kein Selbstläufer ist

Zum Internationalen Frauentag am 8. März schauen wir auf die Zahlen und die Forschung: Wie weit sind wir bei der Gleichstellung der Geschlechter in Deutschland – und wo hapert es noch?
Frauenquote

Am 8. März feiern wir weltweit den Internationalen Frauentag. Ein Datum, das für Gleichberechtigung, Sichtbarkeit und politische Teilhabe von Frauen steht.

Entstanden ist der Frauentag Anfang des 20. Jahrhunderts aus der Arbeiterinnenbewegung: Frauen forderten damals das Wahlrecht, bessere Arbeitsbedingungen und gleiche Bezahlung. Seitdem hat sich viel getan. Seit 1975 feiern auch die Vereinten Nationen offiziell jährlich den Frauentag.

Doch bis heute gibt es viele Unterschiede. Das zeigen aktuelle Zahlen aus Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft.

Zahlen zum Frauentag

Frauen verdienen im Schnitt weniger und leisten noch immer den Großteil unbezahlter Care-Arbeit. Der sogenannte Gender Pay Gap beziffert diese Diskrepanz. Frauen verdienten 2025 im Schnitt 16 Prozent weniger pro Stunde als Männer. Selbst auf Basis gleicher Tätigkeit, Qualifikation und Erwerbsbiografie bleibt ein bereinigter Gap von circa sechs Prozent.

Auch in Führungspositionen sind Frauen noch immer unterrepräsentiert. 2024 waren nur etwa 29 Prozent aller Führungspositionen in Deutschland von Frauen besetzt – es war also weniger als jede dritte Führungskraft weiblich. Gleichzeitig hat die Forschung in den vergangenen Jahren immer deutlicher gemacht, dass Geschlechterungleichheit nicht nur ein soziales oder politisches Problem ist, sondern messbare Auswirkungen auf Gesundheit, Innovation, Wissen und gesellschaftlichen Fortschritt hat.

Der Gender Health Gap bezeichnet den Umstand, dass bei Diagnostik, Therapie oder Studienlage Frauen auch in der Medizin diskriminiert werden. Frauen können später diagnostiziert oder seltener adäquat behandelt werden, weil medizinische Standards lange stark am männlichen Körper orientiert waren. Auch in Studien sind Frauen oft unterrepräsentiert oder geschlechtsspezifische Aspekte werden nicht systematisch erfasst.

Daniela Mocker ist stellvertretende Chefredakteurin von »Spektrum der Wissenschaft«. Im Gespräch mit Moderator Marc Zimmer erklärt sie, wie es zum Frauentag 2026 um die Gleichberechtigung steht und wo die größten Herausforderungen liegen.

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