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Goethe | Der Podcast: Goethes Helfer – Der feine Herr Soret

In dieser Folge von »Goethe | Der Podcast« stellen Marcus und Thomas einen weiteren Unterstützer Goethes vor: Frédéric Soret.
Goethe-Statue in Leipzig.
In Folge 23 stellen Thomas und Marcus einen weiteren Unterstützer Goethes vor: Frédéric Soret (1795–1865), ein Schweizer Privatgelehrter, wurde 1822 als Erzieher des späteren Großherzogs Karl Alexander nach Weimar berufen. Dort entwickelte sich eine enge Beziehung zu Goethe, die bis zu dessen Tod 1832 andauerte. Sorets Buch »Zehn Jahre bei Goethe« (1836) gilt als eine der wichtigsten Quellen für Goethes Spätwerk und Alltag.
Soret unterstützte Goethe in mehreren wissenschaftlichen Disziplinen. In der Mineralogie half er bei der Klassifizierung von Goethes Sammlung, erstellte einen Katalog und veröffentlichte ihn in dessen Zeitschrift »Zur Naturwissenschaft überhaupt«. Zudem lieferte er neue Mineralen für Goethes Studien.
In der Botanik arbeitete Soret an einer überarbeiteten, zweisprachigen Ausgabe von Goethes »Metamorphose der Pflanzen« (1790). Er übersetzte den Text ins Französische und unterstützte bei der finalen Fassung. Ein weiteres Projekt war die Übersetzung eines Kapitels aus Candolles »Organographie végétale«, das Goethe in seine botanischen Studien einbezog.
Zwischen Goethe und Soret entstand ein reger Briefwechsel mit 106 erhaltenen Briefen Goethes. Die Korrespondenz zeigt Goethes wissenschaftliche Neugier und persönliche Reflexionen, etwa über den Tod: Darin finden sich Goethes Betrachtungen über sich selbst als »Kollektivwesen« – ein Sammelbecken für Ideen und Beiträge anderer. Soret dokumentierte diese Haltung und Goethes Spätwerk.

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