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Hörgang: Allergiegefahr zwischen Bühne und Badeplatz

Während Hunderttausende feiern, fliegen auf der Donauinsel nicht nur Gräserpollen. Auch der invasive Götterbaum wird zum Problem für Allergiker. Darüber sprechen Experten der MedUni Wien in der Folge des Podcasts »Hörgang«.
Eine Frau ist draußen im Park mit blühenden Bäumen und muss in ein Taschentuch niesen. Sie hat vermutlich eine Pollenallergie.

Wenn am Wochenende Hunderttausende Menschen das Donauinselfest besuchen, denken viele Allergiker vor allem an Gräserpollen. Tatsächlich gilt die Donauinsel während der Pollensaison als Hotspot. Doch Experten der MedUni Wien weisen auf einen weiteren Auslöser hin: den Götterbaum. Der invasive Neophyt breitet sich in Wien aus und produziert allergene Pollen, die bislang oft übersehen werden.

Anders als klassische Allergieauslöser wie Birke oder Gräser wird der Götterbaum vor allem von Insekten bestäubt. Seine Pollen können nach dem Austrocknen jedoch auch vom Wind verbreitet werden. Deshalb bleibt die Pflanze als Ursache allergischer Beschwerden häufig unerkannt.

Besonders problematisch ist die Blütezeit Ende Juni und Anfang Juli. Sie überschneidet sich mit der Gräserpollensaison. Viele Betroffene schreiben ihre Symptome daher ausschließlich den Gräsern zu. Studien zeigen jedoch, dass ein erheblicher Teil der Gräserpollen-Allergiker zusätzlich auf den Götterbaum sensibilisiert ist.

Der Klimawandel dürfte diese Entwicklung verstärken. Der Götterbaum liebt Hitze, Trockenheit und urbane Standorte. Gleichzeitig können hohe Temperaturen und Luftverschmutzung die Allergenität seiner Pollen erhöhen.

Für Besucher des Donauinselfests, vom 3. bis 5. Juli 2024, bedeutet das: Wer trotz nachlassender Gräserpollensaison unter tränenden Augen, Niesreiz oder Atembeschwerden leidet, sollte auch den Götterbaum als möglichen Auslöser in Betracht ziehen. Fachleute empfehlen, das noch wenig bekannte Allergen künftig stärker in der Diagnostik zu berücksichtigen.

Der Pollenservice Wien der MedUni Wien ist offizieller Kooperationspartner des Donauinselfestes. Dementsprechend gibt es auf Social Media ebenso eine Zusammenarbeit.

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