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Hörgang: Pathogene Pilze – Wenn harmlose Umweltkeime krank machen

Klimawandel, Krebstherapien und ein geschwächtes Immunsystem erhöhen das Risiko schwerer Pilzinfektionen. Die Innsbrucker Mikrobiologin Cornelia Lass-Flörl erklärt im Podcast »Hörgang«, wer gefährdet ist – und warum Panik dennoch fehl am Platz ist.
Schimmel in Laborkultur

Klimawandel, Krebstherapien und ein geschwächtes Immunsystem erhöhen das Risiko schwerer Pilzinfektionen. Die Innsbrucker Mikrobiologin Cornelia Lass-Flörl erklärt, wer gefährdet ist – und warum Panik dennoch fehl am Platz ist.

Der Pilz ist derselbe. Verändert hat sich der Mensch. Weil Ärzte heute gezielter in das Immunsystem eingreifen und Schwerkranke länger leben, wächst die Zahl jener, denen gewöhnliche Umweltpilze gefährlich werden können.

Besonders bedroht sind Menschen unter Langzeit-Cortison, bestimmten Krebstherapien oder nach Virusinfektionen. Häufige Erreger sind Aspergillus, seltener Fusarium und andere Schimmelpilze. Ihre natürliche Widerstandskraft macht die Behandlung schwierig; wirksame Antimykotika sind rar.

Auch die Erderwärmung könnte das Problem verschärfen: Wärmeliebende Pilze breiten sich aus, bislang fremde Mykosen könnten in Europa heimisch werden. Lass-Flörl fordert deshalb Überwachung, Prävention und gezielte Aufklärung. Für Gesunde gilt aber: Wald, Garten und Boden sind keine Gefahr. Die Umwelt müsse nicht steril sein.

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