Hörgang: Wie der Darm unsere mentale Gesundheit beeinflusst

Der Psychiater Martin Aigner erklärt, dass Darm und Gehirn eng verbunden sind. Über Nerven, Hormone und Botenstoffe stehen sie im ständigen Austausch. Besonders wichtig ist dabei Serotonin – ein Großteil dieses »Glückshormons« entsteht im Darm. Gerät das Mikrobiom aus dem Gleichgewicht, kann sich das auch auf Stimmung und Stressreaktionen auswirken.
Studien zeigen: Ein vielfältiges Mikrobiom geht oft mit besserer psychischer Gesundheit einher. Umgekehrt finden sich bei Depressionen oder Angststörungen häufig Veränderungen. Klare Ursachen sind schwer zu benennen – die Forschung spricht eher von Zusammenhängen als von eindeutigen Wirkungen.
Ein zentraler Hebel ist die Ernährung. Ballaststoffe, Vielfalt und regelmäßige Mahlzeiten fördern »gute« Bakterien. Einseitige, stark verarbeitete Nahrung kann das Gleichgewicht stören. Neue Ansätze setzen daher auf Prä- und Probiotika – als Ergänzung zur klassischen Therapie.
Noch steht vieles am Anfang. Doch eines wird klar: Wer den Darm versteht, versteht auch die Psyche besser.
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