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MAMA.konkret!: Zyklus-Flow als Mama: Wie Selbstfürsorge hilft

Viele Frauen merken erst nach Schwangerschaft und Geburt, wie stark ihr Zyklus ihren Alltag, ihre Gefühle und ihre Energie beeinflusst – das kann das Leben mit Kindern zusätzlich herausfordernd machen. In dieser Folge von »MAMA.konkret!« spricht Julie mit Verena Ewald darüber, warum so viele Frauen erst als Mütter lernen, ihren Körper wirklich zu verstehen.
Eine Person mit geschlossenen Augen liegt in einem Bett, umgeben von einem dunklen Stoff mit weißen Punkten. Der Stoff erzeugt einen wellenartigen Effekt, der das Bild dynamisch erscheinen lässt. Die Szene vermittelt Ruhe und Geborgenheit.

Zyklus nach der Schwangerschaft

Viele Frauen erleben nach Schwangerschaft und Geburt ihren Zyklus auf eine ganz neue Weise. Beschwerden wie das prämenstruelle Syndrom (PMS), Stimmungsschwankungen, Erschöpfung oder Schmerzen werden häufig intensiver wahrgenommen als vor der Mutterschaft. Denn der Alltag mit Kind bringt zusätzliche Belastungen mit sich: Schlafmangel, mentale Last und dauerhafte Verantwortung treffen auf einen Körper, der weiterhin in seinen hormonellen Rhythmen arbeitet.

Hinzu kommt, dass viele Frauen erst nach der Schwangerschaft ihre bisherige Form der hormonellen Verhütung hinterfragen oder absetzen. Der eigene Zyklus wird dadurch erstmals wieder bewusst erlebbar und der Körper wird oft ganz neu kennengelernt.

»Mit 16 habe ich meine erste Pille verschrieben bekommen. Ich hab‘ mich nicht damit beschäftigt – ›Okay, was macht die jetzt genau mit meinem Körper, dass er eben nicht schwanger werden kann?‹ Und ich hatte Freundinnen, die gesagt haben: ›Hey komm, ich fahre in drei Wochen ans Meer in den Urlaub, ich nehme jetzt die Pille zwei, drei Monate durch, um einfach meine Periode zu verschieben.‹ Das hat man nicht hinterfragt. Es war natürlich bequem.«Julie Tan, Mama, Content-Creatorin und Gastgeberin

Zwischen PMS und Mental Load

Obwohl sich Energie, Belastbarkeit und Stimmung im Laufe des Zyklus verändern, bleibt der Alltag mit Kindern gleich fordernd. Besonders schwerwiegend erleben Mütter in manchen Zyklusphasen Schuldgefühle, wenn Geduld fehlt oder Rückzug notwendig wird. Verena Ewald ist Logopädin, systemische Beraterin und Zweifach-Mama. Sie findet, dass es entlastend sein kann, als Mutter Bedürfnisse offen anzusprechen – auch gegenüber den eigenen Kindern.

»Ich habe aufgehört mich in der PMS-Phase dafür zu blamen, dass ich gerade irgendwie nicht alles hinbekomme.«Verena Ewald, Logopädin und Systemische Beraterin

Mit Selbstfürsorge ein gutes Vorbild sein

Wichtig sei es für Mütter außerdem gerade in den anstrengenden Phasen des Zyklus, etwa während der Periode, nicht so streng zu sich zu sein und Selbstfürsorge vorzuleben.

Vorstellen könne man sich den Zyklus als eine Art »Mini-Schwangerschaft« mit einem »Wochenbett«, die Frauen jeden Monat erneut erleben, wenn sich der Körper auf eine mögliche Schwangerschaft vorbereite. Dadurch entstehe ein neuer Blick auf PMS, Menstruation und hormonelle Veränderungen: nicht als Schwäche, sondern als körperliche Prozesse, die Aufmerksamkeit und Fürsorge verdienen.

»Ich habe mich in der Schwangerschaft sehr häufig anders behandelt als jetzt im Alltag. Aber, wenn ich mir das nochmal zurückhole, denke ich mir: ja, ich kann auch jetzt bisschen liebevoller mit mir sein.«Verena Ewald, Logopädin und Systemische Beraterin

Warum Frauen offener über ihren Zyklus sprechen sollten, darüber sprechen Verena Ewald und Julie Tan in der neuen Folge von »MAMA.konkret!«, dem Podcast von Julie Tan und detektor.fm.

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