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Mission Energiewende: Wie prägt mobiles Arbeiten das Klima?

Arbeiten im Co-Working-Space, im Homeoffice, auf einer Almhütte oder einer Südseeinsel – mobiles Arbeiten hat viele Gesichter. Aber welchen Einfluss hat die Art, wie wir heutzutage arbeiten eigentlich aufs Klima? Und wie könnte sich das in Zukunft auswirken? Darum geht es in der Folge des Podcasts »Mission Energiewende«.
Eine Person sitzt auf dem Fußboden und arbeitet

Wie sich mobiles Arbeiten aufs Umfeld auswirkt

Laut der Berufsgenossenschaft ver.di arbeiten in Deutschland derzeit etwa 25 Prozent der Berufstätigen ausschließlich im Homeoffice, das sind rund 10,5 Millionen Menschen. Nach Informationen des Statistischen Bundesamtes hat sich der Anteil der Menschen, die aus dem Home-Office arbeiten, 2024 gegenüber dem Vor-Corona-Niveau fast verdoppelt. Demnach sind es vor allem Führungskräfte, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, Bürokräfte und Selbständige, die von zu Hause aus arbeiten.

Aber wie wirkt sich mobiles Arbeiten aufs Klima aus? Welche Trends und Entwicklungen gab es in den vergangenen Jahren? Simone Kimpeler leitet seit 2013 die Abteilung Foresight am Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung, ISI. Die Fachleute dort suchen nach frühen Signalen des Wandels, analysieren und bewerten technologische und gesellschaftliche Trends und Treiber und arbeiten heraus, wie wir robuste Zukunftsstrategien entwickeln können. Wenn Menschen häufiger aus dem Homeoffice arbeiten, hat das nicht nur Auswirkungen auf den Verkehr, es beeinflusst auch, wie sich Stadtviertel verändern:

»Wenn ich ein Büroviertel habe, wo sehr viele Menschen in der Mittagspause was essen gehen, dann gibt es da entsprechende Anbieter für Fast Food oder Einkaufsmöglichkeiten. Wenn aber immer weniger Leute dort in den Büros täglich arbeiten, dann gibt es weniger Kundschaft für die. Das verändert das Stadtbild.«Dr. Simone Kimpeler, Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung

Bewusstsein für Chancen und Risiken

In der Studie gehe es nicht darum, Leuten vorzuschreiben, wie sie arbeiten sollen. Sondern darum, Trends herauszuarbeiten, Chancen und Risiken aufzuzeigen – damit Menschen bewusst entscheiden könnten, wie sie handeln:

»Wir wollten einfach auf diesen Zusammenhang aufmerksam machen. Dass man, wenn man mehr im Homeoffice arbeitet oder mehr mobil arbeitet, als man es früher gemacht hat, sich einfach darüber klar wird, dass es Auswirkungen hat auf Energieverbrauch, auf Ressourcenverbrauch und natürlich auch auf die private Gesundheit, auf den Stress.«Dr. Simone Kimpeler

Potenzial sieht Kimpeler denn auch darin, dass Arbeitnehmer, Arbeitgeber und Selbständige Arbeitsplätze zu Hause nicht nur ökonomischer, sondern auch klimafreundlich und ressourcenfreundlicher gestalten.

Für diese Folge von »Mission Energiewende« hat Host Ina Lebedjew mit Dr. Simone Kimpeler vom Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung gesprochen. Sie und ihr Team haben sich 2023 im Auftrag des Bundesumweltamtes angeschaut, wie «Mobile Arbeit in der Zukunft« aussieht und welche Rolle mobiles Arbeiten dabei spielen könnte.

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