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Spektrum-Podcast: Warum schämen wir uns eigentlich?

Schämen ist nicht schön: hochroter Kopf, unangenehmes Ziehen in der Magengegend. Keiner mag das Gefühl, doch es hat eine Funktion. Was die Wissenschaft über Scham weiß.
Nur kein Blickkontakt

Jeder kennt es, keiner mag es: Das Gefühl von Scham ist unangenehm. Das merken wir auch sofort körperlich. Wir laufen rot an und wollen uns am liebsten verkriechen. Wofür wir uns schämen, ist dabei von Person zu Person unterschiedlich. Großen Anteil an unserem Schamgefühl hat aber auch die Gesellschaft, in der wir sozialisiert wurden.

Wissenschaftlich betrachtet ist Scham daher ein extrem interessantes Konzept. Denn es sagt viel über uns Menschen und unser Zusammenleben aus. Doch zu erforschen, warum wir uns schämen, ist kompliziert. Denn der Grat zwischen Scham, Peinlichkeit und Schuldgefühlen ist schmal. Das macht es auch in psychologischen Untersuchungen schwierig, dem Gefühl auf den Grund zu gehen.

Die Funktion von Scham

Paradoxerweise wünschen sich viele Menschen einerseits, sich weniger zu schämen. Andererseits ist schamloses Verhalten ebenfalls negativ konnotiert. Das liegt daran, dass das Schamgefühl auch eine gesellschaftliche Funktion erfüllt. Es ist eine Art soziales Korrektiv: Wer sich nicht schämen will, der hält sich an die Konventionen, die wir als Gemeinschaft ausgehandelt haben. Ob diese immer wünschenswert sind, ist selbstverständlich eine andere Frage. Ein gewisses Maß an Schamlosigkeit sei also sicherlich auch nichts Schlechtes, meint Steve Ayan.

Der Psychologe und Journalist erklärt im Gespräch mit detektor.fm-Moderator Marc Zimmer, was die Wissenschaft heute über das Schamgefühl weiß. Dabei geht es auch um Fremdscham und die Frage, ob wir uns heute mehr schämen als früher. Ayan erklärt auch, was Scham mit Populismus und Donald Trump zu tun hat.

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