Springer Medizin: »Schlaf ist mehr als ein Leerlauf im Körper«

In Episode Nr. 10 unserer Podcast-Reihe zur Inneren Medizin geht es um ein Thema, das alle betrifft: den Schlaf. Was darüber bekannt ist und was noch Teil der Forschung ist, erklärt Dr. rer. medic. Sarah Dietz-Terjung von der Universitätsmedizin Essen.
»Was ich auf jeden Fall sagen kann, ist: Schlaf ist wesentlich mehr als einfach nur ein Leerlauf im Körper. Es laufen unglaublich viele Prozesse ab und eigentlich tun nur die Augen so, als hätten sie Pause«, sagt sie im Gespräch und erklärt, welche Phasen im Schlaf unterschieden werden und wie diese sich im EEG, der Hirnstrommessung, widerspiegeln.
Außerdem bespricht sie mit Moderator Prof. Markus M. Lerch, wie die zirkadiane Rhythmik uns beeinflusst. Und natürlich geht es auch um den Einfluss von Schlaf auf die Gesundheit. Schlaf ist zum Beispiel ein endokrinologischer Taktgeber und steuert verschiedene Hormone, die unsere Hungerverhalten und auch Stoffwechselprozesse beeinflussen. Umso wichtiger ist es daher, Schlafstörungen zu diagnostizieren.
»Es wird im Moment geschätzt, dass ungefähr 30 % aller Menschen in Deutschland eine unentdeckte Schlafapnoe haben. Das heißt, zu viel können wir gar nicht tun!«, betont die Expertin und gibt Tipps, wie Medizinerinnen und Mediziner diagnostisch und therapeutisch vorgehen können und wann an ein Schlaflabor überwiesen werden sollte.
Dr. rer. medic. Sarah Dietz-Terjung ist Expertin für Schlafmedizin. Sie ist Biologin und Medizinphysikerin und arbeitet aktuell am Zentrum für interdisziplinäre Telemedizin und TeleCare an der Universitätsmedizin Essen.
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