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Springer Medizin: Wer profitiert vom Hepatitis-Screening?

Es gibt bestimmte Risikogruppen, bei denen eine Hepatitis-Testung besonders sinnvoll ist, sagt Allgemeinmediziner Dr. Christoph Schuler. In seiner Hausarztpraxis mit infektiologischem Schwerpunkt betreut er Personen, die genau in diese vulnerablen Gruppen fallen. In dieser Folge in »Springer Medizin« berichtet er, welche Hinweise schon in der Anamnese zu finden sind und was bei der Therapie der virusinduzierten Formen beachtet werden muss.
Hepatitis-C-Virus

Mit Dr. med. Christoph Schuler, Allgemeinmediziner

Anmerkung der Redaktion: In dieser Folge war an einer Stelle (09:02 min) ein Fehler. Hier wurde ursprünglich die Aussage getroffen, dass »Hepatitis A und B chronisch verlaufen«. Korrekt ist: Hepatitis B und C verlaufen chronisch, Hepatitis A hingegen nicht. Wir haben die entsprechende Stelle in der Audiodatei herausgenommen. 

A, B, C, D und E: Die Prävalenz von virusinduzierten Hepatitiden ist in Deutschland im weltweiten Vergleich zwar eher gering, aber deswegen nicht unbedeutend. Vulnerable Gruppen sind auch hierzulande besonders gefährdet, darunter Menschen mit häufig wechselnden Sexualkontakten, Drogenkonsum oder sexuell übertragbaren Erkrankungen.

Gemeinsam mit Dr. med. Christoph Schuler sprechen wir in dieser Folge der ZFA TALKS vor allem über die Versorgung von Menschen mit Hepatitis B und Hepatitis C in der Hausarztpraxis, werfen aber auch einen kurzen Seitenblick auf die seltenere Hepatitis A, D und E. Er erklärt, warum sich der Schlüssel zum Aufspüren einer unerkannten Hepatitis oft schon in einer ausführlichen Sexualanamnese findet und bei wem sich eine Kontrolle des Hepatitis-B-Impfstatus lohnt.

Außerdem sprechen wir über das seit 2021 eingeführte Screening auf Hepatitis B und Hepatitis C im Rahmen des »Check-Ups 35« und wie es bei einem positiven Befund weitergeht.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2030 Neuinfektionen mit dem Hepatitis-B-Virus (HBV) und Hepatitis-C-Virus (HCV) um bis zu 90 Prozent zu reduzieren, die Diagnosen in bis zu 90 Prozent der Fälle zu stellen und bis zu 80 Prozent der chronisch mit dem HBV- und HCV-infizierten Menschen zu behandeln. Mit der Umsetzung des Screenings schließt sich Deutschland diesem Ziel an.

Dr. med. Christoph Schuler ist Facharzt für Allgemeinmedizin und Infektiologe. Er arbeitet in einer Hausarztpraxis in Berlin mit infektiologischem Schwerpunkt, u.a. in der Betreuung von Menschen mit HIV.

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