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Grams' Sprechstunde: Welcher Planet passt zum Organ?

Die Anthroposophie findet in vielen Lebensbereichen Anklang, zum Beispiel in den Waldorfschulen. Aber auch in der Medizin spielt sie eine Rolle.
Tibetische Kristallschale

Anthroposophie – das darf man nicht mit der Anthropologie verwechseln. Wobei Letzteres die rein naturwissenschaftliche Lehre des Menschen ist, vermischt sich in der Anthroposophie alles mit esoterischen und spirituellen Elementen.

Kein Wirkungsnachweis

Die Weltanschauung geht auf Rudolf Steiner zurück. Der hat im frühen 20. Jahrhundert gelebt und sich zunächst viel mit Goethes wissenschaftlichen Werken beschäftigt. Einiges davon ist später auch in die Anthroposophie geflossen. Später hat die Lehre immer mehr Anhänger und Anhängerinnen gefunden, heute gibt es die Ansätze in der Bildung (Waldorfschulen), der Architektur, in Naturkosmetik – und der Medizin.

Anthroposophische Medizin bedient sich insbesondere alternativen Heilpraktiken wie der Homöopathie, es kommen aber auch Heilpflanzen und spezielle Therapieformen in Frage. Beispiele wären da zum Beispiel die Farbtherapie oder die Kunsttherapie. Anhänger und Anhängerinnen dieser Idee verstehen darunter einen ganzheitlichen Ansatz der medizinischen Versorgung, die Bundesärztekammer hat aber schon 1993 festgestellt: Anthroposophie gehört nicht zu den »objektiv wirksamen Behandlungsverfahren«.

Ähnlich wie bei der Homöopathie müssen anthroposophische Arzneimittel aber auch gar keinen Wirkungsnachweis erbringen. Das ist deswegen so, weil sie unter die besonderen Therapierichtungen im Sinne des Sozialgesetzbuches und des Arzneimittelgesetzes fallen. Was bedeutet das für die Patienten und Patientinnen? In dieser Folge von »Grams‘ Sprechstunde« spricht Ärztin Natalie Grams mit Oliver Rautenberg. Der Journalist betreibt einen Blog zum Thema und wurde dafür gerade erst für dem Grimme Online Award nominiert.

Der Artikel zum Nachlesen: https://detektor.fm/wissen/grams-sprechstunde-anthroposophie

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