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Wirkstoffradio: Die fettlöslichen Vitamine A, D und E

In dieser Episode von »Wirkstoffradio« sprechen Hans-Dieter Höltje und Bernd Rupp über die Vitamine A, D und E. Erklärt werden die Rolle von Retinal im Sehvorgang, warum Vitamin D kein echtes Vitamin ist und die antioxidative Wirkung der Tocole.
Vitamin- und Nahrungsergänzungs-Pillen

Zu Beginn erklärt Hans-Dieter, dass es sich bei Vitamin A eigentlich um einen Komplex verschiedener Strukturen handelt, von denen einige durch ihre Wirkung als Nukleohormon eine wichtige Rolle im Körper spielen. Daneben thematisieren Hans-Dieter und Bernd auch die Carotinoide als Vitamin-A-Quelle und erklären die Rolle von Retinal im Sehvorgang, indem sie auf die Struktureigenschaften des Sehpurpurs in der Retina eingehen, wovon die Retinoide auch ihren Namen ableiten.

Bei Vitamin D stellt Hans-Dieter fest, dass die Bezeichnung »Vitamin« hier eigentlich doppelt falsch ist: Zum einen ist es nicht essenziell, da der Körper es mithilfe von Sonnenlicht aus Cholesterin selbst herstellen kann. Zum anderen ist es im Gegensatz zu den meisten Vitaminen kein Cofaktor, sondern analog zu Vitamin A ein Nukleohormon.

Bildung des Tocopheryl-p-chinons (unten) durch die hydrolytische Spaltung des chinoiden Kations von alpha-Tocopherol (oben); Quelle: Hans-Dieter Höltje.

Beim Thema Vitamin E besprechen die beiden die unterschiedlichen Tocole. Sie erklären, wie die unterschiedliche Methylierung am Ring die Stabilität des durch oxidativen Stress gebildeten Kations beeinflusst und wie man diese Eigenschaft mithilfe von Tocopherolacetat auch technisch nutzen kann.

Abschließend empfiehlt Bernd einen anderen Podcast und erwähnt zwei kommende Veranstaltungen: die Lange Nacht der Wissenschaft am 6. Juni in Berlin, bei der das Wirkstoffradio eine kleine Liveshow plant, sowie das »GanzOhr«, ein Barcamp für Wissenschaftspodcaster, das vom 25. bis 27. September an der Universität in Magdeburg stattfindet und von Bernd mit organisiert wird.

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