Wunderkammer: Wunderkammer-Track und das Museum in Mogadishu

In der 16. Folge lösen Dominik Eulberg und Fritz Habekuß endlich ihr Versprechen ein: Es gibt den Wunderkammer-Track als Download für euch!
Ansonsten geht es in dieser Folge der Wunderkammer ums Hinhören – und darum, was verschwindet, wenn wir es nicht mehr tun. Fritz bringt Geräusche aus zwei nächtlichen Welten mit: den hypnotischen Ruf einer Zwergohreule in der Toskana und das geisterhafte Pfeifen einer Nachtschwalbe aus Nairobi. Dominik antwortet mit dem Sound eines mitteleuropäischen Hochsommers – und führt tief hinein in die akustische Welt der Heuschrecken. Im Zentrum steht der Nachtigall-Grashüpfer: ein unscheinbares Tier mit raffiniertem Instrumentarium, eigenem »Gesang« und erstaunlichen Parallelen zur Vogelwelt.
Von Europa geht es zurück nach Ostafrika. Fritz berichtet von einer Recherche, die ihn kürzlich nach Mogadischu geführt hat, die Hauptstadt von Somalia. Dort hat er den Direktor des somalischen Nationalmuseums getroffen. Der versucht dort, die zerstörte Sammlung neu aufzubauen – und mit dem Museum auch sein Land. Für ihn geht es nicht nur um Objekte, sondern um Identität: Wer sind wir, wenn wir unsere Geschichte – besonders die der Natur – nicht mehr kennen? Und was passiert, wenn ganze Generationen ohne dieses Wissen aufwachsen?
Zum Schluss liest Natalia einen wunderbar poetischen Text über Vogelgesang vor. Fritz hat ihn in „Das Buch der Vögel“ des britischen Naturschriftstellers Robert Macfarlane und der Illustratorin Jackie Morries entdeckt, das gerade im Ullstein-Verlag erschienen ist. Das Buch ist wunderbar, schaut es euch an. Die beiden verweisen darauf, dass mit jedem verschwundenen Tier auch eine Sprache verloren geht, und feiern die Vielfalt im Vogelreich. Ein Grund mehr, genauer hinzuhören.
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