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Hemmes mathematische Rätsel: Die Eselin und das Maultier

Gibt die Eselin ein Pfund ab, trägt das Maultier doppelt so viel wie sie. Nimmt sie ihm ein Pfund ab, tragen sie gleich viel.
Napoleon auf seinem Pferd (Statue in Laffray)

In der 1503 von dem venezianischen Buchdrucker Aldus Manutius gedruckten Sammlung griechischer Epigramme mit dem Titel »Florilegium diversorum epigrammatum« taucht eine Aufgabe auf, die Euklid zugeschrieben wird. Ob das Epigramm tatsächlich von ihm stammt, ist jedoch zweifelhaft.

»Schwer bepackt mit Wein eine Eselin ging und ein Maultier. Und die Eselin stöhnte gar sehr ob der Schwere der Bürde. Der Gefährte es sah und sprach zu dem ächzenden Tier: Mutter, was jammerst du doch nach Art der weinenden Mägdlein? Gibst ein Pfund du mir ab, so trag ich doppelt so viel als du trägst; nimmst du mir eins, gleich viel dann tragen wir beide. Rechne mir aus, Mathematiker du, was jeder getragen.«

Bezeichnet man die Zahl der Pfunde, die die Eselin trägt, mit x und die, die das Maultier trägt, mit y, so kann man die Behauptungen des Maultiers durch die beiden Gleichungen 2(x − 1) = y + 1 und x + 1 = y − 1 darstellen.

Löst man dieses Gleichungssystem auf, erhält man, dass die Eselin x = 5 Pfund und das Maultier y = 7 Pfund trägt.

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