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Der große Hammer und andere wichtige Entdeckungen

Das Feuermachen hätte vermutlich jeder mit auf die Liste der hundert bedeutendsten Entdeckungen und Erfindungen der Menschheit gesetzt, ebenso die Fotografie, den Verbrennungsmotor und das Periodensystem der Elemente. Doch was ist mit der Entwicklung von Düngemitteln, der Entdeckung des Blutkreislaufes oder der Ozeanbodenspreizung? Der Australier Peter Mcinnis – Biologe, ehemaliger Museumspädagoge und Wissenschaftspublizist – hat tief in der Menschheitsgeschichte gegraben und eine faszinierende Sammlung der hundert wichtigsten Entdeckungen der vergangenen 10 000 Jahre zusammengetragen.

Dabei geht er in seinem Buch "100 große Sprünge" chronologisch vor und beschreibt vor allem die historischen Auswirkungen und Konsequenzen einer Entdeckung. Urprinzip ist "der große Hammer", ein nicht ganz ernst gemeinter Ausdruck für den ersten menschlichen Werkzeuggebrauch – mit Draufhauen (auf Stein, Holz, Nahrung) fing alles an. Über grundlegende Errungenschaften wie Ackerbau und Lebensmittelkonservierung arbeitet sich Mcinnis anschließend zu medizinischen Errungenschaften, der Telegrafie, Batterien, Elektrizität und der Evolutionstheorie vor, um schließlich bei neuzeitlichen Entdeckungen wie der Quantentheorie, der Genetik und den Exoplaneten anzugelangen.

Dass eine Auswahl von hundert Entdeckungen ein – zumindest in Teilen – willkürliches Konstrukt darstellt, ist Mcinnis natürlich klar, und so hängt er am Ende seines Buchs gleich noch eine Liste mit weiteren hundert Erfindungen an, die es fast auch unter die ersten hundert geschafft hätten. Zudem widmet er ein weiteres kleines Kapitel der 101. Entdeckung: Irgendwo wartet ein weiterer Meilenstein, den es zu erfassen gilt – große Sprünge wird es auch in Zukunft geben.

Mcinnis benötigt wenig Raum, um seine hundert (plus eins) Themengebiete zu behandeln: Das Buch hat nur etwas mehr als 250 Seiten. Dennoch schafft er es, dicht, faktenreich und gleichzeitig entspannt und amüsant zu beschreiben – vielleicht die Folge seiner jahrelangen Arbeit als Museumspädagoge. Zu Übersicht und Attraktivität der einzelnen Kapitel tragen zusätzlich hochqualitative Farbfotos und Abbildungen sowie ein kleiner Infokasten bei, in dem fünf grundlegende Fragen zur jeweiligen Entdeckung beantwortet werden (wann, wo, wer, was, welche Folgen).

Mcinnis hat ein kurzweiliges Buch geschrieben, das durch seine handlichen und gut illustrierten Kapitel zum Schmökern und Querlesen einlädt. Erstaunlicherweise wird einem nach der Lektüre bewusst, dass man dabei auch noch eine Menge interessanter Fakten mitbekommen hat. Fazit: Es lohnt sich doppelt, es zu lesen.

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