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Buchkritik zu »120 populäre Irrtümer über Sonne, Mond und Sterne«

Irrtümer haben bekanntlich oft ein zähes Leben. Beharrlich halten sie sich mitunter in der Literatur und im Wissensgut. Wer in der Popularisierung der Astronomie und Raumfahrt oder als Autor tätig ist, muss sich mit Falschaussagen und Irrtümern der Zuhörer beziehungsweise Leser auseinander setzen. Selbst in der Presse ist man bei der Behandlung wissenschaftlicher Themen nicht immer exakt.

Besonders die Astronomie bietet dafür einen fruchtbaren Boden, da viele Aussagen nur schwer oder überhaupt nicht nachvollziehbar und nachprüfbar sind. Das Inhaltsverzeichnis vermittelt einen alphabetischen Überblick über die 120 Irrtümer, die von ganz einfachen Sachverhalten (Der Mond scheint nur nachts) bis zu komplizierten (Der Urknall war eine Explosion im Weltall) reichen. Der Themenkreis ist weit gespannt und umfasst die wichtigsten Bereiche der Astronomie.

Im Folgenden sollen nur einige erwähnt werden: Eine Seite des Mondes ist immer dunkel. Planeten sind größer als Monde. Ein Lichtjahr ist eine lange Zeit. Cäsar konnte mit dem Polarstern die Nordrichtung finden. Pulsare sind pulsierende Sterne. Schwarze Löcher saugen alles auf. Es gibt eine absolute Zeit. Der Autor versteht es gut und geschickt, im Sinne der unterhaltsamen Wissenschaft, die Themen allgemein verständlich zu behandeln. Das Buch, das den neuesten Stand der Wissenschaft berücksichtigt, ist auch jüngeren Lesern zu empfehlen, die sich für die Astronomie interessieren.

Für den Leser ist die Reihenfolge der Kapitel nicht bindend, je nach Interessenlage können die Themen ausgewählt werden. Der Text richtet sich nicht ausschließlich auf die Astronomie, sondern enthält auch Querverbindungen zu anderen Wissenschaften, wie zur Literatur und Astronomiegeschichte. Nicht zuletzt tragen die spannenden Kapitelüberschriften auch dazu bei, dass man das Buch gern zur Hand nimmt und auf einfache Weise etwas lernen möchte.

Die einfallsreichen und oft recht lustigen Cartoons von Friedrich Werth sollen als kleine Spaßmacher auf ihre Weise den Inhalt illustrieren sowie zum Lernen anregen. Die Themen werden ausschließlich verbal behandelt, doch wäre es an mancher Stelle angebracht, einige Sachverhalte zum besseren Verständnis mit Zeichnungen zu versehen.

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  • Quellen
Sterne und Weltraum 12/2005

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