»Legendäre Tiere«: Wenn Tiere Weltgeschichte schreiben
Die meisten von uns haben schon mal von der Weltraumhündin Laika gehört oder vom geklonten Schaf Dolly. Doch wer kennt Bukephalos, das tapfere Streitross Alexanders des Großen? Surus, den Lieblingselefanten des karthagischen Generals Hannibal? Oder das Orang-Utan-Weibchen Jenny, das Charles Darwin mit seiner Intelligenz verblüffte?
Diego Rodríguez-Robredo erzählt die Geschichte »legendärer« Tiere der Menschheitsgeschichte als 48 Seiten starke Zeitreise vom Alten Ägypten bis ins 20. Jahrhundert. Am Anfang lernen wir Ta-Miat kennen, die Lieblingskatze des ägyptischen Prinzen Thutmosis, die einen eigenen Sarkophag erhielt. Und am Ende den Schimpansen Ham – er flog 1961 als erster Affe ins All. Dazwischen stellt uns Rodríguez-Robredo zahlreiche weitere Tiere in Porträts und mit kurzen Texten vor.
Geschichtsschreibung mit Tieren
Kuriose Fakten, historische Hintergrundinformationen und kleine Anekdoten sorgen für Erkenntnisgewinn und Unterhaltung. Dabei geht es auch darum, wie und warum manche der Tiere starben: als Waffe missbraucht (Kriegselefant Surus), als exotisches Tier gejagt (Albinowal Mocha Dick) oder als Nutztier ausgebeutet (Bisonbulle Lone Wolf). Damit schlägt das Buch zugleich einen Bogen zu Themen wie Tierschutz und Tierwohl.
Rodríguez-Robredos farbenfrohe, bis ins kleinste Detail ausgearbeitete Illustrationen sind mindestens so faszinierend wie die Texte und Inhalte. Er gestaltet sie als flächige Panoramabilder, die sich über die Doppelseiten erstrecken. Das jeweilige Tier steht optisch im Vordergrund, während historische Gebäude, Stadtansichten oder Herkunftslandschaften die passende Hintergrundgeschichte liefern.
Spannend aufbereitet, lehrreich und nicht nur für Kinder faszinierend: Das Konzept des Kindersachbuchs, Geschichte anhand von starken Tiercharakteren zu erzählen, überzeugt auf ganzer Linie.
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