Buchkritik zu »Postkarten vom Mars«
Der Titel dieses Buchs führt in die Irre, statt "Postkarten vom Mars" hätte es eigentlich "Poster vom Mars" heißen müssen. Dies ist der erste Eindruck, wenn man es zuerst in die Hand bekommt. Die riesigen Farbfotos und vor allem die vier Ausklapper versetzen einen praktisch direkt auf den roten Wüstenplaneten.
Geschrieben wurde dieses Werk von Jim Bell, einem Professor für Astronomie an der Cornell University in Ithaca und Leiter des Panoramic Camera Teams der beiden Mars Exploration Rover Spirit und Opportunity. Diese sind seit Anfang 2004 auf dem Roten Planeten unterwegs, legten dort einige Kilometer auf der Oberfläche zurück und haben ihre erwartete Lebensdauer von neunzig Tagen weit überschritten. Das Buch gliedert sich in drei Hauptkapitel, das erste erzählt die Vorgeschichte der Doppelmission, die beiden anderen stellen die Ergebnisse der beiden Marsrover an ihren jeweiligen Landeplätzen vor.
Jim Bell schreibt in einer hervorragend lockeren und informativen Sprache. Er reißt den Leser mit ins Geschehen hinein, ja man bekommt fast das Gefühl, direkt am Marsrover-Programm beteiligt zu sein. Dabei erzählt der Autor interessante und amüsante Episoden aus der Entwicklungsphase, wie Schwierigkeiten umschifft wurden, aber auch wie die Wissenschaftler und Ingenieure mit so profanen Dingen wie Müdigkeit oder langweiliger Routine fertig werden.
Obwohl Jim Bell vor allem mit den Kameras an Bord der beiden Marsrover befasst ist, gelingt es ihm auf unterhaltsame Art und Weise, auch die Geologie und Mineralogie der Landeplätze dem Leser nahezubringen. Er zeigt geschickt auf, wie sich die Kameras und die anderen Messinstrumente einander ergänzen und dass sie erst im Zusammenspiel optimale Resultate liefern.
Die Druckqualität dieses 30 mal 30 Zentimeter großen Buchs ist durchweg sehr gut, besonders die sich jeweils über mehr als einen Meter erstreckenden Ausklapper beeindrucken. In dieser Qualität sind diese großformatigen Bilder mit Breiten von mehr als 20 000 Pixeln auf einem Computerbildschirm, und sei er noch so groß, nicht darstellbar, erst im Druck kommen sie so richtig zur Geltung.
Gegenüber der englischen Originalausgabe bietet die deutsche Fassung noch einen Extrabonus, Jim Bell schrieb für sie exklusiv ein Nachwort und fügte weitere aktuelle Bilder der beiden Marsrover hinzu, zum Beispiel vom rund einen Kilometer großen Krater Victoria in Meridiani Planum. So deckt "Postkarten vom Mars" den Zeitraum von der Landung Anfang 2004 bis August 2007 ab. Das Buch ist sehr zu empfehlen, und es ist ihm eine möglichst weite Verbreitung zu wünschen. Für den Raumfahrtfan ist es ein Muss.
Geschrieben wurde dieses Werk von Jim Bell, einem Professor für Astronomie an der Cornell University in Ithaca und Leiter des Panoramic Camera Teams der beiden Mars Exploration Rover Spirit und Opportunity. Diese sind seit Anfang 2004 auf dem Roten Planeten unterwegs, legten dort einige Kilometer auf der Oberfläche zurück und haben ihre erwartete Lebensdauer von neunzig Tagen weit überschritten. Das Buch gliedert sich in drei Hauptkapitel, das erste erzählt die Vorgeschichte der Doppelmission, die beiden anderen stellen die Ergebnisse der beiden Marsrover an ihren jeweiligen Landeplätzen vor.
Jim Bell schreibt in einer hervorragend lockeren und informativen Sprache. Er reißt den Leser mit ins Geschehen hinein, ja man bekommt fast das Gefühl, direkt am Marsrover-Programm beteiligt zu sein. Dabei erzählt der Autor interessante und amüsante Episoden aus der Entwicklungsphase, wie Schwierigkeiten umschifft wurden, aber auch wie die Wissenschaftler und Ingenieure mit so profanen Dingen wie Müdigkeit oder langweiliger Routine fertig werden.
Obwohl Jim Bell vor allem mit den Kameras an Bord der beiden Marsrover befasst ist, gelingt es ihm auf unterhaltsame Art und Weise, auch die Geologie und Mineralogie der Landeplätze dem Leser nahezubringen. Er zeigt geschickt auf, wie sich die Kameras und die anderen Messinstrumente einander ergänzen und dass sie erst im Zusammenspiel optimale Resultate liefern.
Die Druckqualität dieses 30 mal 30 Zentimeter großen Buchs ist durchweg sehr gut, besonders die sich jeweils über mehr als einen Meter erstreckenden Ausklapper beeindrucken. In dieser Qualität sind diese großformatigen Bilder mit Breiten von mehr als 20 000 Pixeln auf einem Computerbildschirm, und sei er noch so groß, nicht darstellbar, erst im Druck kommen sie so richtig zur Geltung.
Gegenüber der englischen Originalausgabe bietet die deutsche Fassung noch einen Extrabonus, Jim Bell schrieb für sie exklusiv ein Nachwort und fügte weitere aktuelle Bilder der beiden Marsrover hinzu, zum Beispiel vom rund einen Kilometer großen Krater Victoria in Meridiani Planum. So deckt "Postkarten vom Mars" den Zeitraum von der Landung Anfang 2004 bis August 2007 ab. Das Buch ist sehr zu empfehlen, und es ist ihm eine möglichst weite Verbreitung zu wünschen. Für den Raumfahrtfan ist es ein Muss.
Schreiben Sie uns!
Beitrag schreiben