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»Vom Leichtgewicht zum Gleichgewicht«: Hoffnung auf Genesung

In bewegenden Erfahrungsberichten schreiben Menschen mit Magersucht von stationären und ambulanten Behandlungen und ihren persönlichen Bewältigungsstrategien. Ein Buch, das hoffnungsvoll stimmt.
er menschliche Körper ist, wenn er aufrecht steht, von Natur aus instabil.

Magersucht ist eine schwere Erkrankung, die den Betroffenen oft viele Jahre an Lebensqualität raubt. Erkrankte fühlen sich zermürbt und verlieren im schlimmsten Fall die Hoffnung auf Besserung. Hier setzt das Buch »Vom Leichtgewicht zum Gleichgewicht« an.

Die Herausgeber Eckhard Klein und Christiane Tilly haben in einem Schreibaufruf an Anorexie erkrankte Erwachsene nach ihrem Umgang mit der Krankheit gefragt. Das Buch enthält 16 persönliche Erfahrungsberichte, in denen Betroffene stationäre und ambulante Behandlungen oder Bewältigungsstrategien beschreiben. Die Kapitel enden mit einer Auflistung der Dinge, die ihnen im Alltag helfen. Anschließend kommen in zwei kurzen Kapiteln eine Ernährungsberaterin und zwei Ärztinnen zu Wort. Sie äußern sich zum Störungsbild Anorexie aus wissenschaftlicher Sicht und skizzieren mögliche Behandlungsansätze – auch mit Blick auf chronische Verläufe.

Statt konkreter Interventionen oder Wissensvermittlung steht das persönliche Erleben im Vordergrund. Das Buch richtet sich damit vor allem an Betroffene. Die Erfahrungsberichte vermitteln das, was in schweren Krankheitsphasen oft verloren geht: Hoffnung auf Genesung oder auf ein zufriedenes Leben mit Anorexie. Die bewegenden und ehrlichen Darstellungen ermöglichen auch Angehörigen und Helfenden einen besseren Einblick in die Erkrankung. Nicht zuletzt trägt das Buch zur Aufklärung bei, indem es vermittelt, dass sich hinter Magersucht wesentlich mehr verbirgt als der »Wunsch, schlank zu sein«.

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