Direkt zum Inhalt

»Was wir über Leben auf der Erde wissen«: Die ganz großen Fragen

Ein künstlerisch gestaltetes Kinderbuch erzählt die Geschichte der Erde und der Menschheit. Schöne, kindgerechte Zeichnungen illustrieren die mitunter anspruchsvollen Texte.

Ziggy Hanaor stellt in ihrem von Cristóbal Schmal bebilderten Sachbuch die ganz großen Fragen: Wo kommen wir her? Was passiert in der Zukunft mit unserem Planeten? – Das künstlerisch gestaltete Kinderbuch möchte diese Fragen für Kinder ab sechs Jahren beantworten. Der Text besteht nur aus wenigen kurzen Sätzen pro Seite, begleitet wird er von ästhetisch ansprechenden, bunten Bildern.

Begonnen beim Urknall, zeichnet das Buch die Entwicklung des Universums, der Erde und des uns bekannten Lebens nach, wobei auch Themen wie Kolonialismus oder Umweltzerstörung angerissen werden. Dadurch, dass der Text sehr knapp gehalten ist, wird vieles nur angedeutet, eine ausführliche Erklärung für wissbegierige Kinder findet sich nicht. Die Bilder, die den Text begleiten, sind ansprechend, legen aber mehr Wert auf Ästhetik als auf naturwissenschaftliche Korrektheit. Gerahmt wird die Darstellung durch philosophische Fragen danach, was wir als Wahrheit betrachten und zu wissen glauben.

Große Fragen, kindgerecht formuliert

Das Konzept, Kunst, Philosophie und Naturwissenschaft in einem Kinderbuch zu vereinen, ist durchaus interessant, hat aber auch Schwächen. So werden Fremdwörter verwendet, mit denen einige Kinder von sechs Jahren ihre Schwierigkeiten haben könnten. Die relativ pessimistische Darstellung der Zukunft mit steigendem Meeresspiegel und versinkenden Häusern könnte Kinder außerdem erschrecken und sollte durch Erwachsene, die das Buch mit- oder vorlesen, zumindest eingeordnet werden.

Dies gilt auch für die Frage nach dem Verhältnis von Wahrheit und Wissenschaft, die zu Anfang und Ende des Buchs jeweils angerissen wird. Gleichzeitig bietet das Konzept des künstlerisch gestalteten Kinderbuchs aber auch die Chance, mit Kindern solche großen Fragen zu diskutieren und ihnen dabei zu vermitteln, dass es gerade bei diesen Fragen nicht die eine richtige, wahre Antwort gibt.

Kennen Sie schon …

Spektrum - Die Woche – Die wilden Kühe von Tschernobyl

In Tschernobyl ist unfreiwillig ein einzigartiges, weitgehend menschenleeres Naturparadies entstanden. Lesen Sie, wie sich das Leben dort über die Jahre erholt hat. Darüber hinaus: Interview zur Rettungsaktion für den Buckelwal und wie funktioniert Quantenphysik in einem sich ausdehnenden Universum?

Spektrum - Die Woche – »Das ist der Weg zu einer dauerhaften Präsenz auf dem Mond«

»Die Woche« fragt, was die Artemis‑Mission für die Raumfahrt bedeutet und warum der Mond wieder in den Fokus rückt. Außerdem: Quantenexperimente mit unklarer Kausalität, der drohende Kipppunkt im Amazonas und warum Balkonsolar für viele Haushalte attraktiver wird.

Spektrum der Wissenschaft – Wie entstand das Universum?: Bekannte Theorien auf dem Prüfstand

Unser Universum könnte aus winzigen Quantenfluktuationen hervorgegangen sein. Doch ein großes Geheimnis bleibt ungelöst: Was brachte den frühen Kosmos dazu, sich rasend schnell auszudehnen? Im zweiten Artikel unseres Titelthemas stellen wir Ihnen weitere Theorien zur Entstehung des Universums vor, die neben der Urknalltheorie diskutiert werden - etwa Big Bounce oder ein Spiegeluniversum. Außerdem tauchen wir tief in das Innere von Zellen ein: Enthält das menschliche Genom Tausende zusätzliche Bauanleitungen für Proteine, die bisher übersehen wurden – und wenn ja, welche Aufgaben erfüllen sie? Daneben berichten wir über eine neu entdeckte Art von Unendlichkeit, die erklären könnte, ob das mathematische Universum chaotisch oder geordnet ist, sowie über Birkenpech, das schon Neandertaler als hervorragenden Heißkleber nutzten.

Schreiben Sie uns!

Beitrag schreiben

Wir freuen uns über Ihre Beiträge zu unseren Artikeln und wünschen Ihnen viel Spaß beim Gedankenaustausch auf unseren Seiten! Bitte beachten Sie dabei unsere Kommentarrichtlinien.

Tragen Sie bitte nur Relevantes zum Thema des jeweiligen Artikels vor, und wahren Sie einen respektvollen Umgangston. Die Redaktion behält sich vor, Zuschriften nicht zu veröffentlichen und Ihre Kommentare redaktionell zu bearbeiten. Die Zuschriften können daher leider nicht immer sofort veröffentlicht werden. Bitte geben Sie einen Namen an und Ihren Zuschriften stets eine aussagekräftige Überschrift, damit bei Onlinediskussionen andere Teilnehmende sich leichter auf Ihre Beiträge beziehen können. Ausgewählte Zuschriften können ohne separate Rücksprache auch in unseren gedruckten und digitalen Magazinen veröffentlicht werden. Vielen Dank!

Partnerinhalte

Bitte erlauben Sie Javascript, um die volle Funktionalität von Spektrum.de zu erhalten.