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„Messen, was messbar ist — messbar machen, was nicht messbar ist!“

Dieses Motto von Galilei schien zu seiner Zeit ein leicht erreichbares Ziel. Der Chemiker von heute hat es leider nicht mehr so einfach — sieht er sich doch konfrontiert mit zunehmend komplexen analytischen Aufgabenstellungen und technisch immer anspruchsvollerer Instrumentierung. Dazu kommen völlig neue Anforderungen an die chemische Analytik, etwa aus dem Bereich Qualitätsmanagement und -sicherung. Eine solide Kenntnis der Chemometrik, also der mathematischen, messtechnischen und informationstheoretischen Grundlagen des Analysenprozess, ist deshalb eine unabdingbare Ergänzung zum rein chemischen Sachverstand, will man als analytisch tätiger Chemiker mit den aktuellen Entwicklungen Schritt halten. Der Band „Chemometrik“ des Autorenkollektivs um Klaus Danzer kann diese Grundlagen in zeitgemäß kompakter Form legen. Nahezu alle Aspekte der chemischen Datenerfassung, -verarbeitung, -aufbereitung und -auswertung werden gut verständlich behandelt. Die Autoren beginnen mit klaren Begriffsdefinitionen und beleuchten die statistischen Grundlagen der Analytik. Im Anschluss wird der Bogen gespannt über die Gestaltung der nötigen Experimente und Versuchsreihen, theoretische und praktische Grundlagen der Auswertetechniken bis hin zur Klassifikation und Einordnung der so gewonnenen Daten. Altbekannte Gesetzmäßigkeiten finden sich dabei gleichberechtigt neben topaktuellen Themen wieder, etwa neuronalen Netzen oder Wavelet-Analysen. Unterstützt werden die Ausführungen durch aussagekräftige Grafiken, Tabellen und eingeschobene Beispiele. Abgerundet wird das Bild durch ein umfangreiches Sachregister sowie zahlreiche Literaturverweise. Den Autoren ist ein überaus nutzbringendes Werk gelungen, welches zu einem fairen Preis nicht nur dem Einsteiger einen soliden Überblick über das oftmals schwer fassbare Gebiet der Chemometrik gibt, sondern auch in der täglichen Laborpraxis viele Freunde finden wird. Durch die gebotene Breite kann es sogar dem Nicht-Chemiker ans Herz gelegt werden, der sich mit der Auswertung ähnlicher Datenmengen befassen muss.

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