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Der Blick nach oben. Eine kurze Geschichte des wissenschaftlichen Greifens nach den Sternen

Die Begriffe ändern sich, die Sehnsucht bleibt. Erstarrten die Menschen vergangener Jahrhunderte noch angesichts der Götterwelt-Funken, die sie durch die „Löcher im Firmament“ des Nachts zu erhaschen glaubten, so fasziniert uns Nachgeborene die kosmische Zauberwelt der Schwarzen Löcher, Weißen Zwerge, Roten Riesen und Wurmlöcher gleichermaßen.Das dem Menschen offenbar ureigene Verlangen nach den Sternen und den Weiten des Alls findet seinen wissenschaftlichen Ausdruck bekanntlich in Astronomie und Kosmologie. Empirische Entfernungsbestimmungen und theoretische Modelle eröffnen uns den Zugang zum Universum — ohne dass wir uns auch nur einen Kilometer von der Erde zu entfernen bräuchten — von Lichtjahren oder Megaparsec ganz zu schweigen.Nicht weniger faszinierend als der „Blick nach draußen“ selbst ist ein Gang durch die Geschichte unserer Versuche, die Tiefen des Weltalls auszuloten. Kitty Ferguson, bekannt durch ihre Biografie über Stephen Hawking, präsentiert nun eine Gesamtdarstellung — angefangen von den ersten Erde-Sonne-Entfernungsbestimmungen der Antike bis hin zu den brennenden Fragestellungen der Gegenwart. Ihr Buch ist durchweg gut lesbar und veranschaulicht clever die nicht immer ganz trivialen Prinzipien bestimmter Messtechniken sowie die wesentlichen Hintergründe der jeweils zugrunde liegenden Theorien. Vor allem ihre Rekurse auf die Protagonisten der Historie lässt Wissenschaftsgeschichte hier lebendig werden — wobei die Kapitel über Kopernikus, Kepler, Galilei und Newton besonders herausstechen.Erfreulich auch Fergusons kritische Gedanken zum Thema Wissenschaftsgläubigkeit. Der Blick auf die Geschichte lehrt am Ende nämlich auch, nicht alles als endgültige Wahrheit anzunehmen, was gegenwärtig Stand der Dinge ist. — Kurzum: Ein in vielerlei Hinsicht lohnenswertes Leseabenteuer.

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