Legendäre Sterngeschichten
Kennen Sie die Konstellation des Schiffes Argo (Argo Navis)? Oder die Sternbilder Rentier (Rangifer), nördliche Fliege (Musca Borealis) und Friedrichs Ehre (Honores Friderici)? Nein, das ist keine Scherzfrage. Diese Sternbilder hat es in der Vergangenheit wirklich gegeben – neben vielen weiteren, die aus der Mode gekommen sind oder sich nie allgemein durchsetzen konnten. Eine Auswahl derartiger veralteter Konstellationen präsentiert der britische Wissenschaftsjournalist Ian Ridpath zum Abschluss seiner gelungenen Übersicht der Sagen, Legenden und Geschichten, die sich um die Bilder am Nachthimmel ranken.
Der eigentliche Schwerpunkt des Buches liegt bei den 88 heute offiziell anerkannten Konstellationen. Zu jeder einzelnen erläutert Ridpath ihre historische Entwicklung und gibt kurzgefasst die Mythologie in den verschiedenen Versionen der einzelnen Autoren wieder. Dabei ist erstaunlich, wie sehr die Varianten der "alten Griechen" mitunter voneinander abweichen. Das Buch schließt hier eine Lücke, die andere Astronomiewerke vernachlässigt haben.
Zuvor bekommt der Leser in den einleitenden Kapiteln einen Überblick, welche frühen und späteren Himmelskartographen des europäisch-arabischen Raumes ihren Beitrag zur Ordnung der Sternenwelt geleistet haben. Und wie sie das Problem angingen, eine kugelförmige Himmelskuppel auf dem platten Papier darzustellen. Welch eindrucksvolle Kunstwerke sie dabei geschaffen haben, beweisen die zahlreichen Abbildungen alter Stiche und Drucke der einzelnen Sternbilder.
Ridpaths Buch liest sich sehr schön und weckt Lust, die Helden, Götter und Fabelwesen gleich selbst am Himmel aufzusuchen. Mit dem geschichtlichen Hintergrund fällt dies tatsächlich auch leichter, da man die einzelnen Figuren nun als zusammengehörende Gruppen betrachtet. Ach ja, das Argo Navis hat übrigens im Laufe der ständigen Umbenennungen am Himmel Schiffbruch erlitten: Es wurde aufgeteilt in die heutigen Sternbilder Kiel (Carina), Heck (Puppis) und Segel (Vela). Schade nur, dass das Wrack auf der südlichen Himmelshälfte liegt. Ich hätte es mir doch zu gerne einmal angeschaut.
Der eigentliche Schwerpunkt des Buches liegt bei den 88 heute offiziell anerkannten Konstellationen. Zu jeder einzelnen erläutert Ridpath ihre historische Entwicklung und gibt kurzgefasst die Mythologie in den verschiedenen Versionen der einzelnen Autoren wieder. Dabei ist erstaunlich, wie sehr die Varianten der "alten Griechen" mitunter voneinander abweichen. Das Buch schließt hier eine Lücke, die andere Astronomiewerke vernachlässigt haben.
Zuvor bekommt der Leser in den einleitenden Kapiteln einen Überblick, welche frühen und späteren Himmelskartographen des europäisch-arabischen Raumes ihren Beitrag zur Ordnung der Sternenwelt geleistet haben. Und wie sie das Problem angingen, eine kugelförmige Himmelskuppel auf dem platten Papier darzustellen. Welch eindrucksvolle Kunstwerke sie dabei geschaffen haben, beweisen die zahlreichen Abbildungen alter Stiche und Drucke der einzelnen Sternbilder.
Ridpaths Buch liest sich sehr schön und weckt Lust, die Helden, Götter und Fabelwesen gleich selbst am Himmel aufzusuchen. Mit dem geschichtlichen Hintergrund fällt dies tatsächlich auch leichter, da man die einzelnen Figuren nun als zusammengehörende Gruppen betrachtet. Ach ja, das Argo Navis hat übrigens im Laufe der ständigen Umbenennungen am Himmel Schiffbruch erlitten: Es wurde aufgeteilt in die heutigen Sternbilder Kiel (Carina), Heck (Puppis) und Segel (Vela). Schade nur, dass das Wrack auf der südlichen Himmelshälfte liegt. Ich hätte es mir doch zu gerne einmal angeschaut.
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