Übersicht über Einsteins Werk
Jukka Maalampi ist erklärter Einstein-Fan, und das zeigt sich in seinen enthusiastischen Bemerkungen zum Wissenschaftler des letzten Jahrhunderts. Folgt man ihm trotz der bisweilen allzu euphorischen Sätze hinein in sein etwa 180 Seiten umfassendes Buch, dann findet man hier sicherlich eines der derzeit besten populärwissenschaftlichen Bücher über die Gedankenwelten und die Forschung von Albert Einstein.
Im Gegensatz zu anderen Büchern beschränkt es sich nicht auf die Biografie des Forschers, sondern vertieft sich wirklich in die Inhalte des Werkes. Strukturell widmet der Autor dazu jedem der Wirkungsgebiete ein Vorkapitel, in dem er die historische wissenschaftliche Lage ausbreitet und die Grundlagen zum Verständnis der Einstein'schen Neuerungen legt – sowohl für Laien wie für Physiker sehr exakt und anschaulich zugleich.
Nach und nach breitet Maalampi so vor dem Leser Einsteins Spezielle Relativitätstheorie, Welle-Teilchen-Dualismus, frühe Quantenmechanik, Allgemeine Relativitätstheorie, Lichtquanten, Fotoeffekt, Schwarze Löcher, Universumstheorien und die Suche nach der großen vereinheitlichten Theorie aus – alles wird sehr treffend beschrieben und bedeutet für den Laien eine sehr gute Einführung und Übersicht und fasst es für den Experten gut zusammen.
Dabei verschont der Autor den Leser aber auch nicht mit Details wie der recht mathematischen Kaluza-Klein-Kompaktifizierung – die erste Theorie, die mit Hilfe von höheren Dimensionen Elektromagnetismus und Gravitation zu vereinheitlichen versuchte. Er überfordert den interessierten Konsumenten aber auch nicht. Maalampi hat ein exzellentes Gespür für seine Leserschaft.
Dennoch bleibt für mich ein kleines Minus zu vermerken. Maalampi schreibt als Einsteinfan allzu oft unkritisch über bekannte historische Ambiguitäten in Einsteins Leben. Beispielsweise erwähnt er in vorliegendem Buch zwar, dass der französische Physiker Henri Poincaré bereits die meisten Gleichungen der Speziellen Relativitätstheorie vor Einstein formuliert hatte. Dass aber Einstein seinen Kollegen bei seiner eigenen Erstveröffentlichung zum Thema in den Annalen der Physik nicht einmal zitiert hat – das erwähnt der Autor leider nicht. Dies sei aber nur eine Kritik am Rande eines ansonsten wirklich lesenswerten Buches.
Insgesamt möchte ich dieses Buch allen Physikbegeisterten empfehlen. Sicherlich findet man selten auf einem solch guten Niveau eine historische und inhaltliche Einführung in so viele verschiedene Gebiete der theoretischen Physik.
Im Gegensatz zu anderen Büchern beschränkt es sich nicht auf die Biografie des Forschers, sondern vertieft sich wirklich in die Inhalte des Werkes. Strukturell widmet der Autor dazu jedem der Wirkungsgebiete ein Vorkapitel, in dem er die historische wissenschaftliche Lage ausbreitet und die Grundlagen zum Verständnis der Einstein'schen Neuerungen legt – sowohl für Laien wie für Physiker sehr exakt und anschaulich zugleich.
Nach und nach breitet Maalampi so vor dem Leser Einsteins Spezielle Relativitätstheorie, Welle-Teilchen-Dualismus, frühe Quantenmechanik, Allgemeine Relativitätstheorie, Lichtquanten, Fotoeffekt, Schwarze Löcher, Universumstheorien und die Suche nach der großen vereinheitlichten Theorie aus – alles wird sehr treffend beschrieben und bedeutet für den Laien eine sehr gute Einführung und Übersicht und fasst es für den Experten gut zusammen.
Dabei verschont der Autor den Leser aber auch nicht mit Details wie der recht mathematischen Kaluza-Klein-Kompaktifizierung – die erste Theorie, die mit Hilfe von höheren Dimensionen Elektromagnetismus und Gravitation zu vereinheitlichen versuchte. Er überfordert den interessierten Konsumenten aber auch nicht. Maalampi hat ein exzellentes Gespür für seine Leserschaft.
Dennoch bleibt für mich ein kleines Minus zu vermerken. Maalampi schreibt als Einsteinfan allzu oft unkritisch über bekannte historische Ambiguitäten in Einsteins Leben. Beispielsweise erwähnt er in vorliegendem Buch zwar, dass der französische Physiker Henri Poincaré bereits die meisten Gleichungen der Speziellen Relativitätstheorie vor Einstein formuliert hatte. Dass aber Einstein seinen Kollegen bei seiner eigenen Erstveröffentlichung zum Thema in den Annalen der Physik nicht einmal zitiert hat – das erwähnt der Autor leider nicht. Dies sei aber nur eine Kritik am Rande eines ansonsten wirklich lesenswerten Buches.
Insgesamt möchte ich dieses Buch allen Physikbegeisterten empfehlen. Sicherlich findet man selten auf einem solch guten Niveau eine historische und inhaltliche Einführung in so viele verschiedene Gebiete der theoretischen Physik.
Schreiben Sie uns!
Beitrag schreiben