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Naturgewalten in schönen Aufnahmen

Die vorliegende BBC-Dokumentation geht spektakulären Erscheinungen auf unserer Erde nach – und den Kräften, die dahinter stehen. Als Miniserie zur ZDF-Terra-X-Sendung "Fantastische Phänomene" unterteilt sie sich in die vier Episoden "Form", "Bewegung", "Elemente" und "Farben". Diese beschäftigen sich mit natürlichen Formen und Phänomenen, von denen das irdische Leben geprägt wurde und wird.

Stephen Cooter und Matthew Dyas (Regie) behandeln Fragen, die in die Domäne der Naturwissenschaft fallen – etwa wieso Wasser blau erscheint, weshalb Honigbienen ihre Waben sechseckig bauen, welche Kraft natürliche Formen wie die der Eisberge hervorbringt, wie Licht entsteht und warum das Grün der Pflanzen für uns lebenswichtig ist. Mithilfe modernster Filmtechnik geben die Filmemacher Antworten darauf. Das fällt inhaltlich zwar recht knapp, dafür aber umso üppiger bebildert aus.

In schwindelnde Höhen

Menschenturm
Menschenturm | Im spanischen Vilafranca del Penedès präsentieren verschiedene Vereine die Kunst, Menschenpyramiden oder -türme zu bauen. Diese "Castells" können bis zu zehn Etagen haben.

Manche Geschichten, beispielsweise zu den Haloklinen (Übergangszonen zwischen Wasserschichten unterschiedlichen Salzgehalts), wirken wie zusammengewürfelt. Die gezeigten Filmaufnahmen aus unterschiedlichsten Ländern sind allerdings wahrhaft atemberaubend und prägen den Eindruck stärker als die Sachinformationen, da sie die fantastische Schönheit des Planeten sehr anschaulich vermitteln. Ganz besonders begeistern die Aufnahmen der Menschentürme oder -pyramiden im spanischen Vilafranca del Penedès (Episode "Form"). In dieser katalanischen Gemeinde finden immer wieder Wettbewerbe statt, in denen spanische Vereine gegeneinander antreten, um den höchsten Menschenturm zu errichten und so kurzzeitig die Erdanziehung zu "überwinden". Die Kreisform eignet sich als Basis hierfür sehr gut, da sie Stabilität vermittelt.

Alpensteinböcke
Alpensteinböcke | Bitte nicht danebentreten: Alpensteinböcke erklimmen die Cingino-Staumauer im Piemont, Italien. Durch die Mauer sickern geringe Mengen Wasser – und mit ihnen gelöstes Salz, das sich außen an dem Damm absetzt. Die Tiere lecken es von den Steinen.

Für Begeisterung sorgen auch die Aufnahmen kletternder Alpensteinböcke im italienischen Piemont (Episode "Elemente"). Wagemutig klimmen die Tiere eine 50 Meter hohe Staumauer empor, um an bestimmte Mineralien zu gelangen. Die Salze sind in dem Wasser gelöst, das der Damm zurückhält, sickern zusammen mit diesem durch das Mauerwerk und setzen sich außen an dem Staudamm ab. Unglaublicherweise schaffen es die Alpensteinböcke, das Bauwerk zu erklettern und das Salz von den Steinen zu lecken.

Das Fazit der Dokumentation: Unsere Erde ist voller Wunder – und je besser wir diese verstehen, umso mehr werden wir über sie staunen.

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