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Kleiner Mondatlas

Es gibt zwei Möglichkeiten, einen Atlas unseres Trabanten zu gestalten: zum einen anhand von Fotografien, die den Anblick für jedes Mondalter zeigen, zum anderen mit Zeichnungen, die die Oberflächendetails trotz der täglich wechselnden Schattenwürfe realistisch darstellen.

Letzterer Methode bediente sich der seit Langem vergriffene "Rükl", der noch heute einen sehr guten Ruf genießt.

Der nun erschienene "Kleine Mondatlas" desselben Autors setzt Stil und Tradition fort, allerdings in einem wesentlich kleineren Format. Durch die robust laminierten, Wasser abweisenden und spiralgebundenen Seiten ist das 24 mal 17 Zentimeter große Buch für den Einsatz am Teleskop hervorragend geeignet.

Auch wenn es unseren Trabanten nur auf acht Karten darstellt, ist das handliche Büchlein doch ein unverzichtbarer Begleiter für Ausflüge mit dem Teleskop.

Jede Karte gibt einmal um 180 Grad gedreht und einmal spiegelverkehrt wieder, was dem Anblick in einem Newtonteleskop beziehungsweise in einem Refraktor mit Zenitprisma entspricht.

Die Qualität der Darstellung steht der des großformatigen Vorgängers in nichts nach. Die Libration des Monds, also seine scheinbare Verdrehung, ist berücksichtigt. Daher zeigen die Karten mehr als eine Hälfte der Mondoberfläche – und somit alles, was von der Erde aus beobachtet werden kann. Einige Detailkarten beschreiben darüber hinaus interessante Besonderheiten der Mondtopografie. Eine prägnant geschriebene Einführung und ein Stichwortindex runden das Buch ab.

Seit Langem ist endlich wieder ein hochwertiger, gezeichneter Mondatlas zu einem günstigen Preis erhältlich – für Mondsüchtige hat das Warten also ein Ende!
  • Quellen
Astronomie Heute 10/2007

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