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Die Ordnung der Welt. Von den alten Griechen bis zu Mendelejews Traum

Im Gegensatz zur Physik wurde der Chemie bisher in populären wissenschaftshistorischen Arbeiten nur wenig Beachtung geschenkt. Paul Strathern hat nun mit „Mendelejews Traum“ eine einführende Darstellung der Geschichte der Chemie vorgelegt. Dabei spannt sein Buch einen weiten Bogen: Ausgehend von den griechischen Atomtheorien von Leukipp und Demokrit über die Praktiken der mittelalterlichen Alchemie führt der Autor kompetent und straff zu den neuzeitlichen Arbeiten von Boyle, Scheele, Lavoisier und Dalton, um letztlich bei Mendelejews Traum von der allgemeinen Struktur der Anordnung der Elemente im Periodensystem anzugelangen.Strathern versteht es nicht nur, die vielfältige und spannende Ideengeschichte der Chemie auf eine leicht verständliche Weise dem Leser nahe zu bringen, sondern auch die mit diesen Ideen verbundenen Wissenschaftler zum Leben zu erwecken. Hervorzuheben ist hier die unterhaltsame Darstellung des faustischen Paracelsus, der vielleicht schillerndsten Persönlichkeit der Chemiegeschichte.Die Suche nach der verborgenen Struktur unserer Welt wird in Stratherns Geschichte zum Leitgedanken der Chemie. Im Hinblick auf die derzeitigen Forschungen zum genetischen Strukturplan des Menschen und zu einem allgemeinen kosmischen Prinzip ist das Buch nicht nur eine historische Abhandlung. Darüber hinaus offenbart es eines der Grundprinzipien naturwissenschaftlichen Denkens: Gesamtzusammenhänge zu erfassen und unter ein vereinheitlichendes Prinzip zu ordnen. Auch unter diesem Aspekt ist „Mendelejews Traum“ für den interessierten Laien und den Naturwissenschaftler ein lesenswertes und lehrreiches Buch.

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