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More than Words. Wie Studierende erfolgreiche wissenschaftliche Arbeiten abfassen können

Wie lernen Studierende, erfolgreich eine wissenschaftliche Arbeit abzufassen — von der Themen- und Dozentenwahl bis hin zur konkreten Abfassung inklusive Tabellen und Fußnoten in MS Word? Hier lernen sie es.Die "praxisorientierte Einführung" von Henrik Schröder und Ingo Steinhaus gliedert sich in zwei Teile: Zunächst geht es in rund 80 Seiten um das wissenschaftliche Arbeiten an sich — wobei dem Schreibprozess wenig mehr als 10 Seiten gewidmet sind. Der zweite Teil ist umfangreicher. Hier geht es konkret um den praktischen Umgang mit dem PC bzw. mit MS Word.Nach einführenden Überlegungen zu Anforderungen, Dozentenwahl, Themenfindung und Organisation wenden sich die Autoren den "Informationen" zu, die gesammelt, ausgewertet und verwaltet sein wollen. Den Schwerpunkt legen sie dabei auf die modernen Verfahren der CD-ROM- und Internet-Recherche, wobei sie zahlreiche ausgewählte, nützliche Hinweise und URLs übersichtlich präsentieren. Das letzte Kapitel des ersten Teils beschäftigt sich schließlich mit dem eigentlichen Abfassen der Arbeit. Dabei sind die Ausführungen zur Gliederung, zum Abbau von Schreibblockaden, zum Schreibstil und zur Überarbeitung sehr knapp gehalten. Das würde auch nicht weiter stören — finden sich auf dem Markt doch bereits zahlreiche Ratgeber zu diesen Unterthemen. Nur leider versäumten es Schröder und Steinhaus hier, die entsprechenden weiter führenden Literaturangaben auch aufzuführen.Teil zwei des Buches beschäftigt sich ausführlich mit MS Word. Wurden vor zehn Jahren noch verschiedene Textverarbeitungssysteme — und sogar noch Pro und Contra von EDV — diskutiert (Beispiel: Walter Krämer: Wie schreibe ich eine Seminar- und Diplomarbeit; 1992, UTB 1633), setzen Schröder und Steinhaus zielgerichtet auf den Marktführer. Der Realität im Studierenden-Alltag dürften sie damit wahrscheinlich auch sehr nahe kommen.Übersichtlich, verständlich erläutert und sinnvoll mit Screenshots bebildert werden auf über 150 Seiten alle im Word-Zusammenhang relevanten Programm-Funktionen. Unbedingt zur Lektüre empfohlen seien allen Neulingen die "Fünf Regeln für den Erfolg" und die "Sieben Word-Todsünden". Formate und Formatvorlagen, Gliederungen und Verzeichnisse, Fußnoten wie Tabellen, Grafiken, Zeichnungen, Diagramme und Formeln werden anschaulich vorgestellt und besprochen; immer wieder werden praxisrelevante Tipps eingestreut. Damit orientieren sich die Autoren am Schreiballtag der Studierenden und nicht an der Reihenfolge der Befehle in der Menüleiste. All denen, die eine verständliche Einführung in das Erstellen von Seminar- bzw. Abschlussarbeiten mit MS Word suchen, kann dieses Werk empfohlen werden.

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