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Nanotechnologie

Hartmann versucht die unterschiedlichen Aspekte der Nanotechnologie in einem überschaubaren Buch darzustellen. Eindrücklich gelingt es ihm dabei, dieses Feld als eine interdisziplinäre Querschnittstechnologie darzustellen, die erst durch das Zusammenführen von Erkenntnissen aus den unterschiedlichen Naturwissenschafts- und Technologiebereichen ermöglicht wird. Dem Leser wird klar, dass die Fortschritte im Bereich nanotechnologischer Forschung auf teilweise seit Jahrzehnten bekannten Fakten gründen und keinen quantensprungartigen Erkenntniszuwachs bedeuten.

Besonders gelungen ist dem Autor die Beschreibung der Nanotechnologie als einer Disziplin, deren Hauptcharakteristikum die Kausalität zwischen struktureller Größe und Funktionalität der behandelten Objekte darstellt. Bei der Diskussion der derzeitigen nanotechnologischen Standardverfahren werden analytische Verfahren in angemessenem Umfang berücksichtigt, die präparativen Verfahren kommen mit zwei Seiten aber zu kurz. Statt einer bloßen Erwähnung der prinzipiell anwendbaren Methoden wäre hier eine konkrete Darstellung von Beispielen wünschenswert gewesen.

Die Kapitel zu Anwendungen der Nanotechnologie, deren ökonomischem Potenzial sowie möglicher Gefahren nanotechnologischer Produkte leiten von den rein naturwissenschaftlichen Problemen dieses stark beachteten Forschungsbereichs zu Fragen mit gesellschaftlicher Relevanz über. Angenehm ist in diesen Abschnitten Hartmanns objektive und sachliche Darstellungsweise, er enthält sich einer einseitigen Bewertung der angesprochenen Themen.

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  • Quellen
BIOspektrum 5/2007

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