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Tödliche Fehler

Am 11. September 2001 warteten die Menschen im World Trade Center im Schnitt mehr als fünf Minuten, bis sie aus dem Gebäude flohen – manche fuhren sogar noch ihren Computer herunter. Selbst in abgestürzten Flugzeugen greifen Passagiere nach ihrem Handgepäck, bevor sie sich in Sicherheit bringen.

Anhand der Berichte von Überlebenden rekonstruiert die Journalistin Amanda Ripley vom "Time Magazine" menschliches Verhalten in Extremsituationen. Sie analysiert Augenzeugenberichte unter anderem von Flugzeugunglücken, Naturkatastrophen, Terroranschlägen und Amokläufen.

Weil Ripley die Geschichten in allen Details ausbreitet, tritt das eigentliche Thema des Öfteren in den Hintergrund. Welche Arten von (Fehl-)Verhalten in solchen Situationen auftreten und weshalb, das lernt der Leser trotzdem. Offenbar haben vor allem eine Art Schockstarre, Verleugnung sowie Selbstüberschätzung viele das Leben gekostet.

Das Buch lebt von Berichten über das verblüffend irrationale Verhalten von Menschen, die etwa auf einem sinkenden Dampfer sitzen. Die wichtigste Lektion: Man sollte immer wissen, wo sich der nächste Notausgang befindet – für den Fall, dass man vor lauter Rauch nichts mehr sieht.

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  • Quellen
Gehirn und Geist, 07–08/2009

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