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Die Werkzeuge der Wissenschaftstheorie

Auf welche Weise lassen sich die Erkenntnisse der empirischen Wissenschaften begründen und überprüfen? Dieses Problem durchzieht als Leitfrage die von Bernhard Lauth und Jamel Sareiter vorgelegte ideengeschichtliche Einführung in die Wissenschaftstheorie, die nun beim Verlag Mentis erschienen ist.Das Buch wendet sich zuvorderst an Studenten aller Fakultäten, die eine erste Orientierung auf dem Gebiet der Wissenschaftstheorie suchen. Dementsprechend liegen den insgesamt elf Kapiteln genau elf einführende Vorlesungen zugrunde, die auch vom Umfang her den zu vermittelnden Stoff einer Vorlesung nicht überschreiten.Die Autoren gehen chronologisch vor, indem sie ausgehend von Aristoteles über Wissenschaftsphilosophen der Neuzeit wie Bacon und Hume den Weg ins 20. Jahrhundert zu Popper, Carnap, Lakatos und Kuhn finden. Deren grundlegende wissenschaftstheoretische Konzepte und Begriffe werden dabei ebenso souverän, zum Teil an eingehenden Schemata, erläutert wie einige bahnbrechende naturwissenschaftliche Erkenntnisse der jeweiligen Zeit.Leider werden nur einige der Kapitel sinnvoll durch biographische Details ergänzt. Hervorzuheben sind die vertiefenden Diskussionen und die Literaturangaben am Ende eines jeden Kapitels, die ein umfassenderes Verständnis fördern und zum thematischen Weiterlesen anregen. Als sehr gelungen kann darüber hinaus der ausführliche Anhang angesehen werden, der einen profunden Einblick in die logischen und mathematischen Hilfsmittel der Wissenschaftstheorie bietet. Neben den Grundbegriffen der Aussagen- und Prädikatenlogik umfasst seine Darstellung wesentliche Definitionen und Zusammenhänge der Mengenlehre, der Wahrscheinlichkeitstheorie und der Statistik.Insgesamt betrachtet erzählt das Buch die Geschichte der Wissenschaftstheorie anhand der Ideen seiner Protagonisten und gestützt auf eine diese vereinigende Leitfrage. Auf diese Weise erlaubt es einen übersichtlichen Einstieg und ist als Lehr- und Begleitbuch für Studenten der Wissenschaftstheorie sehr zu empfehlen.

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