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Immunologie: Asthma im Detail

Was passiert, wenn sich das eigene Immunsystem gegen die Lunge richtet?
Immunology of the Lung

Veröffentlicht am: 15.12.2014

Laufzeit: 0:05:40

Sprache: englisch

Die Nature Publishing Group (NPG) gehört wie auch Spektrum der Wissenschaft zum Holtzbrinck-Konzern Springer Nature. Sie ist Herausgeberin von "Nature", einem wöchentlich erscheinenden wissenschaftlichen Fachjournal.

Mit jedem Atemzug strömen gefährliche Erreger und Allergene in die Lunge. Das lebenswichtige Organ reagiert darauf, indem es eine ganze Armada von Immunzellen in ständiger Alarmbereitschaft hält. Doch nicht selten gerät die Immunantwort außer Kontrolle, wie dieses von Nature und Arkitek Scientific produzierte Video zeigt.

Chronische Erkrankungen können die Folge sein, zum Beispiel Asthma. Mit 334 Millionen Betroffenen ist die Atemwegskrankheit weltweit eine der häufigsten Erkrankungen. Der wissenschaftliche Animationsfilm erklärt in beeindruckenden Bildern die molekularen Mechanismen eines akuten Asthma-Anfalls – sehenswert und informativ, auch wenn er manches auslässt.

Denn Asthma ist nicht gleich Asthma: Zunehmend verfestigt sich bei Wissenschaftlern das Bild von einer Erkrankung mit äußerst verschiedenen Auslösern und Verläufen, die ganz unterschiedlicher Therapieansätze bedarf. Der Film beschreibt nur eine, wenngleich häufige Form von allergischem Asthma. Bei ihr sind maßgeblich eosinophile Granulozyten (ein Typ weißer Blutzellen) an den Entzündungsreaktionen der Atemwege beteiligt. Über diesen Subtyp wissen Forscher schon sehr vieles. In der Vergangenheit konzentrierte sich die Suche nach neuen Wirkstoffen daher fast ausschließlich auf diese Asthma-Form – auch die Bemühungen des Pharmakonzerns Janssen Pharmaceuticals, der die Videoproduktion finanziert hat.

Andere Asthma-Formen, auch nicht-allergische, sind ebenso häufig – allerdings weiß man noch nicht genug über sie, um aussichtsreiche Therapien zu entwickeln. Diese Information hätte dem Video gut getan. So aber vermittelt es zu Unrecht den Eindruck, dass die Pharma-Hersteller das Problem Asthma bereits gut im Griff haben.

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