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Videos: Das Rätsel unserer Intelligenz

Das Zusammenspiel von Bewusstsein und Intelligenz stellt den Menschen auf die oberste Stufe der Evolution. Wir haben Computer erfunden und sind zum Mond geflogen. Doch wider Erwarten hat unsere individuelle Intelligenz nicht zugenommen. Neue Studien zeigen, dass der durchschnittliche IQ inzwischen sogar sinkt ...
© ARTE
Das Rätsel unserer Intelligenz

Veröffentlicht am: 21.03.2019

Sprache: deutsch

Der öffentlich-rechtliche Sender ARTE ist eine deutsch-französische Kooperation mit Schwerpunkt Kultur und Gesellschaft.

Was versteht man unter Intelligenz? Um die Intelligenz zu messen, wurde zunächst versucht, die Reaktionsgeschwindigkeit des Gehirns zu ermitteln. Solche Studien wurden bereits seit Mitte des 19. Jahrhunderts durchgeführt. Neueste Test zeigen, dass die Menschen in den vergangenen 150 Jahren immer langsamer geworden sind. Die Paläoneurologie wiederum vergleicht unser Gehirn mit dem unserer prähistorischen Vorfahren. Einige von ihnen verfügten über ein größeres Gehirn als wir.

Wird die Menschheit immer dümmer? Und war die Intelligenz der Grund, warum es dem Menschen im Laufe der Evolution gelang, sich die Welt untertan zu machen? Ist Intelligenz eine Erbanlage? Mit diesen Fragen beschäftigen sich heute Wissenschaftler unterschiedlichster Disziplinen. Außerdem wurde ausprobiert, die Fähigkeit des menschlichen Gehirns künstlich zu steigern: Nach einer Autopsie von Albert Einsteins Gehirn erkannte man, dass es mehr Astrozyten enthielt. Bei einem Experiment mit einer Maus gelang es, die Intelligenz des Tieres um das Zehnfache zu steigern, indem menschliche Astrozyten in das Mäusegehirn transplantiert wurden.

Der IQ-Test ermöglicht heute die Messung der Intelligenz. Aber kann er uns auch sagen, ob unsere Intelligenz Fortschritte gemacht hat, seit Alfred Binet den Test vor über einem Jahrhundert erfand? Die Dokumentation erklärt, dass diese so komplex ist, dass sie mit einem gängigen IQ-Test kaum erfasst werden kann.

Anstatt die Intelligenz anhand von erbrachten Leistungen zu messen, interessieren wir uns vor allem für das Organ, das die Intelligenz hervorbringt. Mit Hilfe modernster bildgebender Verfahren erforschen Neurowissenschaftler, welche Hirnregionen beim Lösen von Aufgaben aktiv sind. Hohe Intelligenz geht nach ihren Studien nicht mit einer erhöhten Gehirnaktivität, sondern mit einem effizienteren Informationsfluss zwischen den wichtigen Hirnarealen einher.

Inzwischen hat die Wissenschaft erkannt, dass sich die Intelligenz ganz ungeachtet der angewandten Methode nicht mit einem einzigen Maßstab messen lässt. Besonders die menschliche Kreativität scheint die rationale Intelligenz zu übersteigen. Die Neurowissenschaften haben gezeigt: Die erfinderische, kreative Art zu denken ist eine vollkommen eigenständige Denkweise.

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