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Sexuelle Selektion: Die dunkle Seite der schwangeren Väter

Männer, die den Nachwuchs austragen, sind vielleicht bessere Väter. Oder doch nicht?
Die dunkle Seite der schwangeren Väter

Veröffentlicht am: 07.06.2010

Laufzeit: 0:08:39

Untertitel: deutsch

Sprache: englisch

Die Nature Publishing Group (NPG) gehört wie auch Spektrum der Wissenschaft zum Holtzbrinck-Konzern Springer Nature. Sie ist Herausgeberin von "Nature", einem wöchentlich erscheinenden wissenschaftlichen Fachjournal.

Schwangere Väter sind eine Seltenheit. Nur bei Seepferdchen und Seenadeln sind es die Männchen, welche den Nachwuchs austragen: in einer Bruttasche, in der die Weibchen ihre Eier ablegen, die die Männchen besamen. Doch macht das Austragen sie zu besseren, möglicherweise sogar zu den besten Vätern im Tierreich?

Im allgemeinen offenbar nicht, so zeigt eine jüngere Forschungsarbeit. Denn wenn sich Seenadeln mit weniger attraktiven, kleineren Weibchen gepaart haben, geschieht manchmal etwas Auffälliges: Die Männchen entziehen den Embryos überlebenswichtige Ressourcen wie Nahrung. Auf diese Weise bleiben sie offenbar "fit" für die nächste, attraktivere Partnerin.

Dass sexuelle Selektion auch im Anschluss an eine Paarung stattfinden kann, und nicht nur vorher, hatte Darwin noch nicht berücksichtigt. Im Licht der neuen Erkenntnisse scheint seine 150 Jahre alte Theorie der Selektion nun aber umso besser bestätigt.

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