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Taphonomie: Die Mär vom Todeskampf der Dinosaurier

Haben tatsächlich Krämpfe dafür gesorgt, dass die Hälse von Dinosaurierfossilien gekrümmt sind?
Wie sich Dinoleichen verändern (Science Slam Berlin)

Veröffentlicht am: 22.10.2013

Laufzeit: 0:09:46

Sprache: deutsch

Bei Science Slam stellen Nachwuchswissenschaftler ihre Forschungsprojekte ihrem Publikum möglichst unterhaltsam und verständlich in zehn Minuten vor.

Wenn man fossile Dinosauerierskelette miteinander vergleicht, fällt etwas auf: Ihre Hälse sind stets gekrümmt. Mehr als 150 Jahre lang gingen Paläontologen davon aus, dass die Tiere an Krämpfen starben: Der zurückgezogene Kopf sei Resultat ihres Todeskampfes. Den Dinoforschern Achim Reisdorf von der Universität Basel und Michael Wuttke aus Mainz schien diese Herleitung fadenscheinig – also untersuchten sie das Phänomen erneut. In seinem Science Slam stellt Reisdorf die Vorgeschichte seiner Fragestellung und seine Herangehensweise an das Problem vor und sorgt dabei mit seiner unterhaltsamen Darstellung für sichere Lacher.

Die Paläontologen nutzten dafür Methoden der Taphonomie, die den Prozess der Fossilisierung erforscht: Was verrät die Position eines Fossils über den Tod des Tieres? Welchen Einfluss hat die Umgebung auf den Kadaver? Wie skelettiert und versteinert er? Um diese Fragen in Bezug auf die auffällige Rückenkrümmung der Dinofossilien zu klären, arbeiten die Wissenschaftler eng mit Rechtsmedizinern, Geologen und Paläontologen zusammen. Zur Klärung der wahren Umstände entwickelten Reisdorf und Wuttke ein Experiment, das anschaulich zeigt, was tatsächlich zur Rückenkrümmung der Fossilien führte. In einem krönenden Abschluss des Vortrags ist nicht nur genau dieses Experiment zu sehen, sondern auch die Schlussfolgerungen, die sich daraus für die Forscher ergeben.

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