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Krebsforschung: Die Mischung macht’s

Heute kennen wir mehr als zweihundert unterschiedliche Krebsarten; sie werden mit Operation, Bestrahlung und Chemotherapie oder auch mit Immuntherapien behandelt. Die medizinische Forschung offenbart, dass eine Kombination der unterschiedlichen Behandlungsmethoden zu verbessertem Therapieerfolg führen könnte. Nötig dafür: systembiologische Forschung, deren Ziel es ist, tiefergehende Erkenntnisse darüber zu gewinnen, wie Bestrahlung, Chemotherapie und das Immunsystem im Organismus miteinander wechselwirken.
Die Mischung macht’s

Veröffentlicht am: 03.12.2013

Laufzeit: 0:16:27

Sprache: deutsch

Hyperraum TV ist ein von der Medienwissenschaftlerin und Wissenschaftshistorikerin Susanne Päch betriebener Spartensender für Wissenschaft und Technologie.

Immuntherapien ergänzen heute als wichtige neue Säule die drei klassischen Methoden der Tumorbekämpfung: Operation, Bestrahlung und Chemotherapie. Allerdings gibt es derzeit noch keine existierenden Standardtherapien für die Tumorbekämpfung, die diese verschiedenen Methoden zu einem voll integrierten Behandlungskonzept zusammenführen. In der Forschung wächst jedoch die Hoffnung, dass durch diesen integrativen Ansatz schon in wenigen Jahren bessere Therapieerfolge bei der Bekämpfung der Volkskrankheit Krebs erzielt werden können. Allerdings braucht es vor klinischen Tests solcher integrierten Behandlungsschemata ein solides Grundlagenwissen über die biochemischen Vorgänge in den Zellen und deren Wechselwirkungen im menschlichen Organismus.

Susanne Päch sprach mit Dr  Udo Gaipl, dem Laborleiter für Strahlen-Immunbiologie des Universitätsklinikums in Erlangen über den neuesten Stand und die Perspektiven der kombinierten Krebsbehandlung. Dabei gilt ein Aspekt den Wirkungen von niedrigen Strahlendosen auf den Organismus. Für den Immunologen, der sich als "transnationaler" Grundlagenforscher auch darum bemüht, die Erkenntnisse möglichst rasch praktisch nutzbar zu machen, stehen vor allem zwei Aspekte im Fokus: die bei der Therapie verabreichte Dosis und der zeitliche Abstand der einzelnen Behandlungsphasen. Neueste Forschungen zeigen beispielsweise, dass Bestrahlung bei bestimmten Rahmenbedingungen den Tumor so verändern kann, dass er für die natürlichen Abwehrmechanismen erkennbar wird. Das Immunsystem erzeugt zytotoxische T-Zellen, die die Tumorzellen dann bekämpfen.

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