Direkt zum Inhalt
Onkologie

Durch Immuntherapie die Abwehr entfesseln

Ein kurzes Animationsvideo erklärt das Prinzip eines neuen Therapieansatzes gegen Krebs
Wie die Immuntherapie mit Antikörpern funktioniert - Faszination

Bayerischer Rundfunk

Veröffentlicht am: 01.07.2016

Laufzeit: 0:01:07

Sprache: deutsch

Der BR ist die öffentlich-rechtliche Landesrundfunkanstalt des Freistaats Bayern.

Der Körper ist Krebszellen nicht völlig schutzlos ausgeliefert: Das Immunsystem erkennt auch entartete Zellen und attackiert sie. Eigentlich. Denn Krebszellen können die Abwehr des Körpers auch ausbremsen. Von so genannten Checkpoints – speziellen Rezeptoren an der Oberfläche der Immunzellen – hängt es ab, ob diese scharf gestellt werden oder nicht. Krebszellen können sich diese Schwachstelle zunutze machen, indem sie Moleküle an die Checkpoints binden lassen und die bereits scharf gestellten Immunzellen so wieder ausschalten.

Eine neue Immuntherapie zielt darauf ab, diese Bremsen zu lösen. Wie das funktioniert, erklärt ein kurzes Animationsvideo, das im Rahmen der Sendung "Hilft Immuntherapie gegen Krebs?" in der Reihe "Faszination Wissen" des Bayerischen Rundfunks ausgestrahlt wurde. Kompakt und sehr anschaulich zeigt der Film, wie Wissenschaftler mit Hilfe von Antikörpern die Checkpoints blockieren, um die körpereigenen Streitkräfte (wieder) in den Kampf gegen Krebs ziehen zu lassen.

Das gelingt bereits mit gewissem Erfolg. In der Europäischen Union sind einige solcher Antikörper unter bestimmten Voraussetzungen schon für die Behandlung von fortgeschrittenen Krebserkrankungen zugelassen. Vom großen Durchbruch kann allerdings noch nicht die Rede sein: Längst nicht alle Patienten sprechen auf die Methode an. Zudem kann es zu gravierenden und sogar lebensbedrohlichen Nebenwirkungen kommen. Aber um das zu erfahren, muss man sich schon die ganze Sendung anschauen.

Lesermeinung

Beitrag schreiben

Wir freuen uns über Ihre Beiträge zu unseren Artikeln und wünschen Ihnen viel Spaß beim Gedankenaustausch auf unseren Seiten! Bitte beachten Sie dabei unsere Kommentarrichtlinien.

Tragen Sie bitte nur Relevantes zum Thema des jeweiligen Artikels vor, und wahren Sie einen respektvollen Umgangston. Die Redaktion behält sich vor, Leserzuschriften nicht zu veröffentlichen und Ihre Kommentare redaktionell zu bearbeiten. Die Leserzuschriften können daher leider nicht immer sofort veröffentlicht werden. Bitte geben Sie einen Namen an und Ihren Zuschriften stets eine aussagekräftige Überschrift, damit bei Onlinediskussionen andere Teilnehmer sich leichter auf Ihre Beiträge beziehen können. Vielen Dank!

SciViews