Direkt zum Inhalt

Epigenetik: Gene – an oder aus?

Epigenetische Mechanismen können Gene an- oder ausstellen.
Epigenetik – Änderungen jenseits des genetischen Codes

Veröffentlicht am: 24.02.2015

Laufzeit: 0:05:04

Sprache: deutsch

Die Max-Planck-Gesellschaft (MPG) ist eine vorwiegend von Bund und Ländern finanzierte Einrichtung der Grundlagenforschung. Sie betreibt rund achtzig Max-Planck-Institute.

Lange dominierte in der Biologie die Vorstellung, dass ein Organismus seine Merkmale über das Erbgut erhält und dass es dabei wenig Spielraum für Abweichungen gibt. Doch mittlerweile hat sich herausgestellt, dass bei der Ausprägung von Eigenschaften auch andere Faktoren ein gewichtiges Wort mitzusprechen haben. Schließlich besitzen beispielsweise Haut-, Herz- und andere Körperzellen desselben Organismus alle dieselbe DNA, ohne dass sie sich aber in identischer Weise entwickeln würden. Welche Einflüsse sind also neben dem eigentlichen genetischen Code am Werk?

Die so genannte Epigenetik (griechisch epi = auf, dazu, nach) beschreibt Veränderungen in der Genomfunktion, die auftreten, ohne dass damit Änderungen der DNA-Sequenz einhergehen. Ihre zentralen Mechanismen schildert dieser 5-minütige Film der Max-Planck-Gesellschaft mit beeindruckenden und recht anschaulichen Computeranimationen, die den Laien einerseits faszinieren, ihn andererseits aber überfordern dürften.

Eine wichtige Rolle spielen so genannte Methylgruppen: Indem sich diese Moleküle an ein Gen anlagern, schalten sie es gewissermaßen ab, sodass es keinen Bauplan für entsprechende Proteine liefern kann. Auch die Frage, auf welche Weise die DNA in einer Zeile "verpackt" ist, entscheidet darüber mit, ob einzelne Gene abgelesen werden können oder nicht.

Wie neuere Forschungsarbeiten zeigen, kann auch die Entstehung von Krankheiten oder die Veränderung von Persönlichkeitsmerkmalen epigenetisch beeinflusst sein – sogar Umwelteinflüsse bestimmen darüber mit, wie unsere DNA letztlich zum Einsatz kommt.

Schreiben Sie uns!

Beitrag schreiben

Wir freuen uns über Ihre Beiträge zu unseren Artikeln und wünschen Ihnen viel Spaß beim Gedankenaustausch auf unseren Seiten! Bitte beachten Sie dabei unsere Kommentarrichtlinien.

Tragen Sie bitte nur Relevantes zum Thema des jeweiligen Artikels vor, und wahren Sie einen respektvollen Umgangston. Die Redaktion behält sich vor, Zuschriften nicht zu veröffentlichen und Ihre Kommentare redaktionell zu bearbeiten. Die Zuschriften können daher leider nicht immer sofort veröffentlicht werden. Bitte geben Sie einen Namen an und Ihren Zuschriften stets eine aussagekräftige Überschrift, damit bei Onlinediskussionen andere Teilnehmende sich leichter auf Ihre Beiträge beziehen können. Ausgewählte Zuschriften können ohne separate Rücksprache auch in unseren gedruckten und digitalen Magazinen veröffentlicht werden. Vielen Dank!

Partnerinhalte