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DAI Heidelberg: Herrschaft der Hormone?

Oxytozin aus der Dose für das Miteinander, Testosteron für die Durchsetzungsfähigkeit und Endorphine für die Stimmung? Noch ist eine hormonelle Hausapotheke Sciencefiction, aber neurobiologische und psychologische Forschung macht deutlich, dass die so genannten Botenstoffe im Körper oder Neurotransmitter im Gehirn mitwirken bei Stoffwechsel, Stimmungen, Wachstum, Alter und Geschlecht. Besteht die Chance auf neue Therapien oder die Gefahr unwissenschaftlicher Anwendungen? Was ist Mythos, was Möglichkeit?
Herrschaft der Hormone?

Veröffentlicht am: 13.06.2019

Sprache: deutsch

Laufzeit: 1:33:49

Hormone haben bereits in niedrigsten Konzentrationen höchste Wirksamkeit auf Stoffwechsel und Körperfunktionen, was sie einzigartig macht. Doch nicht nur deshalb hat sich in den letzten Jahren ein Hype um Hormone in der Öffentlichkeit gebildet. Ihr Durchbruch ist wohl auf das Aufkommen der Antibabypille 1960 zurückzuführen. Testosteron, das als Steroid beim Doping eingesetzt wurde, hat den Ruf von Hormonen beeinträchtigt. Doch in den letzten Jahren kam es zu einer Renaissance der Hormone. Vor allem mit Melatonin haben sie im Anti-Aging Karriere gemacht. Neuerdings ist auch Oxytozin in aller Munde – als Hormon der Lust und Liebe oder gar gegen Fremdgehen. Hormone helfen also neuerdings dabei, gut auszusehen, besser und stärker zu sein. Oder ist doch alles »böse Chemie«?

Diskussionsrunde mit Isabella Heuser-Collier, Direktorin der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie an der Charité Berlin, Josef Köhrle, Seniorprofessor am Institut für Experimentelle Endokrinologie an der Charité Berlin, und Markus Heinrichs, Professor für Biologische und Differentielle Psychologie an der Uni Freiburg. Moderation: Werner Bartens, SZ Wissen

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