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KI & Gehirnforschung: Connectomics

Biologische Gehirne sind Computern an Effizienz und Komplexität ihrer Vernetzung deutlich überlegen. Es reicht ein Blick auf den Kabelbaum. Moritz Helmstaedter erklärt im Videovortrag Methoden der konnektomischen Analyse und, inwiefern diese für die Gesellschaft nützlich ist.
Connectomics

Veröffentlicht am: 31.05.2019

Laufzeit: 0:36:01

Sprache: deutsch

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Wir können Bilder selbst dann erkennen, wenn sie verknittert oder vergilbt sind. Auch Computer schaffen das mittlerweile problemlos. Das passiert über neuronale Netze, wie aus der Gehirnforschung bekannt. Müssen wir also erst das Gehirn verstehen, um bessere Computer zu bauen? Moritz Helmstaedter vom Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt vergleicht in seinem Vortrag biologische und künstliche Intelligenz. Die Energienotwendigkeiten sind dabei ein großer Unterschied. Auch die Art, Begriffe zu lernen, ist bei künstlicher Intelligenz ineffizienter als beim Menschen. Das Gehirn ist langsamer als ein Computer, aber durchaus leistungsfähiger. Bei der konnektomischen Analyse arbeiten Mikroskope an detaillierten dreidimensionalen Bildern von Teilen des Gehirns. So sollen Nervenzellen rekonstruiert werden. Das könnte auch bei psychiatrischen Erkrankungsmodellen helfen.

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