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Klimawandel: Die globale Wasserkrise

Wasser ist die Grundlage allen Lebens. Doch Bevölkerungswachstum und menschliche Eingriffe in die Natur sorgen für eine zunehmende Verknappung des wichtigsten Rohstoffs, den unser Planet zu bieten hat.
Klimawandel: Die globale Wasserkrise

Veröffentlicht am: 08.09.2019

Laufzeit: 0:13:32

Sprache: englisch

Wir leben auf einem blauen Planeten. Fast drei Viertel der Erdoberfläche sind mit Wasser bedeckt. Und jedes Glas, das wir davon trinken, wurde schon unzählige Male im ständigen Kreislauf zwischen Atmosphäre, Meer und Boden gereinigt. Dennoch wird Trinkwasser global betrachtet immer mehr zu einer knappen Ressource. Denn, wie das Youtube-Video aus der Reihe »Just Have a Think« anhand eindrucksvoller Zahlen darstellt, verbrauchen wir wesentlich mehr davon, als uns vielleicht bewusst ist. So werden zum Beispiel für die Produktion von einem Kilogramm Rindfleisch 15 500 Liter Wasser benötigt. Gleichzeitig sind nur gerade einmal 0,007 Prozent des gesamten Wassers auf der Erde für den menschlichen Verbrauch geeignet.

Doch wie sollen wir auf die drohende Wasserkrise reagieren? Der Weltbiodiversitätsrat der UNO hat erst kürzlich in einer globalen Einschätzung die Dringlichkeit der Lage betont. So sei es entscheidend, zunächst genau festzustellen, wo und wie die natürliche Aufbereitung von Trinkwasser die Menschen am meisten betrifft. Ein Beispiel dafür sind etwa Feuchtgebiete, die überschüssigen Dünger aus der Landwirtschaft absorbieren. Nun liefert eine im renommierten Fachjournal »Science« veröffentlichte Studie handfeste Informationen, die Politikern dabei helfen könnten, geeignete Maßnahmen zu ergreifen.

Das internationale Forschungsteam unter der Führung der Universität Stanford hat im Rahmen ihrer Studie eine Weltkarte erstellt, die unter anderem aufzeigt, wo die Menschen besonders von der Natur abhängig sind. Dazu wurden anhand von Satellitendaten Details aus individuellen und lokalen Analysen zusammengefasst. Außerdem stellt die Karte dar, wie sich mögliche Umweltveränderungen in der Zukunft auswirken könnten. Das Ergebnis zeigt, dass überall dort, wo Menschen die Natur am nötigsten brauchen, deren Fähigkeit, diese Leistungen zu erbringen, abnimmt. Das gilt im Übrigen nicht nur für die Aufbereitung von Trinkwasser, sondern auch für die Bestäubung von Nutzpflanzen durch Bienen oder den Schutz von Küstengebieten durch Mangrovenwälder oder Korallenriffe. Der Studie zufolge werden im Jahr 2050 bis zu fünf Milliarden Menschen einem erhöhten Risiko durch Wasserverschmutzung, Küstenstürme oder unbestäubte Pflanzen ausgesetzt sein.

In einer zunehmend globalisierten Welt könnten Daten wie jene der Stanford-Studie Politikern eine Möglichkeit bieten, die Natur in ihre Entscheidungen miteinzubeziehen. Schließlich handelt es sich dabei um komplexe, globale Zusammenhänge, die auf diese Art halbwegs übersichtlich und leicht verdaulich dargestellt werden können.

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