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Modellierung: Lässt sich eine wissenschaftliche Karriere vorhersagen?

Wissenschaftler veröffentlichen ihre wichtigsten Arbeiten in jungen Jahren – so heißt es zumindest. Aber dabei wurde bislang ein wichtiger Faktor übersehen
Is a scientific career predictable?

Veröffentlicht am: 03.11.2016

Laufzeit: 0:05:17

Untertitel: englisch

Sprache: englisch

Die Nature Publishing Group (NPG) gehört wie auch Spektrum der Wissenschaft zum Holtzbrinck-Konzern Springer Nature. Sie ist Herausgeberin von "Nature", einem wöchentlich erscheinenden wissenschaftlichen Fachjournal.

Kreativitätsforscher haben eine Tendenz aufgezeigt, derzufolge Menschen ihre wichtigsten Arbeiten dann hervorbringen, wenn sie jung sind. Das trifft ebenso auf Wissenschaftler zu. Eine neue Science-Studie über Letztere weist jedoch darauf hin, dass der Grund lediglich darin liegt, dass Wissenschaftler in ihren jungen Jahren am produktivsten sind. Die Forscher um die Physikerin und Mathematikerin Roberta Sinatra, die an der Central European University Budapest wie auch an der Northeastern University in Boston, Massachusetts, arbeitet, haben diesen Faktor in einem mathematischen Modell nun herausgerechnet – und kommen zu dem Schluss, dass, gemessen an ihrer Produktivität, Wissenschaftler gegen Ende ihrer Karriere mit ebenso großer Wahrscheinlichkeit eine Arbeit von großer Bedeutung publizieren können.

Lässt sich eine Karriere damit vorhersagen? Ein Stück weit zumindest. Als Indikatoren für Erfolg in der wissenschaftlichen Arbeit haben die Forscher drei zentrale Faktoren identifiziert: Neben Zufall spielen Produktivität sowie ein von ihnen definierter Parameter namens Q eine Rolle – letzterer bleibt über die Arbeitszeit eines Wissenschaftlers im Wesentlichen konstant.

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