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Zauberei

Magie im Gehirn

Was können Neurowissenschaftler von Zauberern lernen? Thomas Fraps führt es vor.
Magie im Gehirn (1 von 5)

Spektrum der Wissenschaft

Veröffentlicht am: 21.05.2009

Laufzeit: 0:03:04

Sprache: deutsch

Der Heidelberger Verlag Spektrum der Wissenschaft ist Betreiber dieses Portals. Seine Online- und Print-Magazine, darunter "Spektrum der Wissenschaft", "Gehirn und Geist" und "Spektrum – Die Woche", berichten über aktuelle Erkenntnisse aus der Forschung.

Thomas Fraps, Zauberkünstler, Physiker und neurowissenschaftlich interessierter Laie, verbindet Neurowissenschaften und Zauberei hier auf unterhaltsamste Weise – zu bewundern ist das fünfteilige Ergebnis hier. Das oben eingebettete Video ist Teil 1 der Reihe.

Als die Neurowissenschaften ihre ersten Erfolge feierten, gab es Zauberkünstler zwar schon lange – aber es war alles andere als offensichtlich, dass beide Disziplinen je miteinander zu tun haben könnten. Zuerst waren es die Psychologen, die auf die Zauberei aufmerksam wurden: Frühe Arbeiten zur Psychologie der Täuschung erschienen 1896 im Fachjournal "Science" sowie im Jahr 1900 im "American Journal of Psychology". Die experimentellen Methoden der Forscher waren jedoch begrenzt, sie beschränkten sich im Wesentlichen auf fotografische Einzelbildaufnahmen eines Trickablaufs.

Viele Jahrzehnte später, mit der Entwicklung moderner bildgebender Verfahren, erwachte das Interesse der Wissenschaftler dann neu. So urteilte der renommierte Wahrnehmungspsychologe Richard L. Gregory 1982, es sei eine "grobe Nachlässigkeit von Psychologen, die Zauberkunst als reine Spielerei abzutun. Einer erfolgreichen Täuschung liegt sehr viel mehr zu Grunde als eine Hand, die schneller ist als das Auge". Danach gewann die Disziplin schnell an Schwung. Ende der 1990er Jahre beispielsweise verwendete der Kognitionspsychologe Olivier Houdé von der Pariser Sorbonne einfache Kunststücke, um die Entstehung des Zahlbegriffs und reflexiven Bewusstseins bei Kindern zu erforschen.

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